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Internationaler Online-Shop: Darauf gilt es beim weltweiten Verkauf zu achten

18.12.20, Haydar Yüce

„Andere Länder, andere Sitten“ – das gilt nicht nur für den Urlaub oder den Wohnortwechsel, sondern auch für Online-Shops, die international tätig werden wollen. Ein Vorteil der Digitalisierung ist zweifelsohne, dass die Ausweitung auf ein internationales Geschäft um ein Vielfaches leichter fällt. Beleuchtet man die Thematik etwas genauer, warten selbstverständlich einige Herausforderungen vor dem großen Launch auf internationalem Territorium, die sich jedoch strategisch durchdacht und richtig umgesetzt meistern lassen. Und das kann durchaus lukrativ sein, denn Produkte und Marken „Made in Germany“ erfreuen sich weltweit großer Beliebtheit. Eine Studie aus dem Jahr 2019 ergab, dass deutsche Güter weltweit einen besonders hohen Stellenwert genießen und auf Platz 1 im internationalen Vergleich liegen.

Das Potenzial ist groß und so wollen wir in diesem Artikel schauen, was es zu beachten gilt, wenn ein Online-Shop international verkaufen möchte. Welche Besonderheiten gibt es? Welche Länder bieten sich an? Wie sieht es mit der technologischen Umsetzung und dem Online-Marketing aus?

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Was gilt es bei einem internationalen Online-Shop zu beachten?

Der E-Commerce erlebt derzeit einen Wachstumsschub und das weltweit. Die Zahlen klettern bereits seit einigen Jahren kontinuierlich nach oben, haben aber durch die aktuelle Situation nochmals angezogen. Bis 2023 wird ein globaler Umsatz von 2,37 Billionen € im B2C E-Commerce-Markt erwartet. Die umsatzstärkste Branche ist dabei Mode. Die Zahl der Online-Käufer wird bis 2024 auf knapp 4,6 Milliarden steigen. Es liegt also großes Potenzial in einem internationalen Online-Shop und wer seine Bemühungen auf andere Länder ausweiten will, hat derzeit die besten Bedingungen. Jeder, der jedoch wirklich und langfristig mit einem internationalen Online-Shop Erfolg haben möchte, braucht im Vorfeld eine Internationalisierungsstrategie, denn es gilt einiges bei einem grenzüberschreitenden Handel zu beachten. Der Online-Shop muss sich den sprachlichen, kulturellen, wirtschaftlichen und rechtlichen Gegebenheiten der jeweiligen Zielländer anpassen.

 

Design eines internationalen Online-Shops

  • Die Webseite, idealerweise von einem Muttersprachler, übersetzen lassen.
  • Design den Vorlieben der internationalen User anpassen
  • Angebot auf die Ansprüche der länderspezifischen Zielgruppe optimieren (Marktanalyse mit Kennzahlen aus der jeweiligen Verbraucherforschung, aber auch aus den sozialen Medien)
  • Medien wie Bilder und Videos anpassen
  • Landesspezifische URL definieren

 

Wichtige Informationen in einem internationalen Online-Shop

  • Lokale Kontaktdaten einpflegen
  • Impressum, AGB, Widerrufsbelehrungen beachten
  • Datenschutz einhalten (In der EU nach DSGVO einheitlich geregelt, in anderen Ländern jedoch abweichend)

 

Optimierter Kundennutzen in einem internationalen Online-Shop

  • Produktbeschreibungen sowie Maß- und Währungseinheiten anpassen
  • Über Zahlungs- und Lieferbedingungen informieren
  • Lieferzeiten angeben
  • Die im Zielmarkt beliebtesten Zahlungsarten auswählen und anbieten
  • Bestell- und Kontaktformulare entsprechend der Vorlieben der internationalen Kunden aufbauen (Vor- oder Nachname zuerst, Ort nach oder vor der Postleitzahl).

 

Online-Marketing Maßnahmen für einen internationalen Online-Shop

  • Internationales Marketing/ Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Suchmaschinenmarketing (SEA) im jeweiligen Markt des internationalen Online-Shops planen, aufbereiten und betreiben.
  • Länderspezifische Trust-Siegel implementieren, um Vertrauen zu schaffen.

In vielen Ländern ist die Kreditkarte ein bevorzugtes Zahlungsmittel beim Online-Shoppen. Andere Länder wie China bevorzugen spezielle Anbieter wie Alipay oder UnionPay. In Deutschland ist PayPal derzeit stark am Wachsen, bisher bleibt jedoch der Kauf auf Rechnung am Umsatzstärksten. Dazu berichten wir ausführlich in unserem Artikel „Die Zahlungsarten im E-Commerce: Standard Payment vs. Quick Payment“. Die Bezahlung per Kreditkarte und über E-Wallets wie PayPal oder Amazon Pay sollte daher in einem internationalen Online-Shop Standard sein. Dazu gilt es die länderspezifischen Payment-Methoden zu berücksichtigen.

Vorab gilt es zu prüfen, ob das jeweilige Produkt überhaupt international verkauft bzw. im Zielland abgesetzt werden darf oder es einer speziellen Kennzeichnungspflicht unterliegt. Dabei sollten natürlich auch unter anderem Einfuhrbestimmungen, Gesetze wie Jugend- und Verbraucherschutz und Lizenzregelungen beachtet werden. In dem Fall ist es hilfreich mit einem Juristen zusammenzuarbeiten, der sich mit internationalen Handelsrechten auskennt und bei diesen Punkten Rechtssicherheit schafft. Ist alles geregelt, sollte zudem die Logistik sichergestellt werden (Mögliche Ansätze: zentralisiertes oder regionales Lager).

 

 

 

Wo wartet das größte Kundenpotential auf den internationalen Märkten?

Wer den Weg von einem nationalen Online-Shop zu einem internationalen Online-Shop gehen möchte, muss im ersten Schritt festlegen, auf welche Länder sich der Verkauf ausdehnen soll. Hierbei gilt es zu analysieren, welches Land für das entsprechende Produkt den meisten Absatz bereithält oder wo eventuell bereits eine Sättigung erreicht ist. Die Potenzialanalyse ist das Fundament der Internationalisierungsstrategie. Zeitgleich sollte geprüft werden, ob Online-Shop und Händler in der Lage sind, alle rechtlichen Rahmenbedingungen sowie kulturellen Spezifikationen umzusetzen.

internationaler onlineshop

In einer Studie zeigt sich, dass Österreich als eines der beliebtesten Länder für die Ausweitung der internationalen Bemühungen von deutschen Händlern mit rund 64% ist. Das basiert vor allem auf der Tatsache, dass 44% der Befragten das Nachbarland als am umsatzstärksten einschätzen. Aber auch die Schweiz, Frankreich und die Niederlande stehen weit oben. Risikomärkte aufgrund von beispielsweise hohen Zahlungsausfällen werden vor allem in Osteuropa identifiziert und damit wenig bis gar nicht bedient.

 

 

 

Die technische Umsetzung eines internationalen Online-Shops beachten

Wenn ein Online-Shop auf dem internationalen Parkett auftreten möchte, ist ebenso die technische Umsetzung zu berücksichtigen. Wichtig ist es, hier vor allem eine gute Netzanbindung zu gewährleisten. Bei der Wahl des Hosting-Anbieters sollte sichergestellt werden, dass der gehostete internationale Online-Shop genauso schnell und zentral bei der Verbindung und Abfrage aus anderen Ländern performt wie aus Deutschland. Es gilt eine konstante Internet-Netzwerkstruktur zu schaffen.

Aber auch die genutzten Tools müssen für den internationalen Verkauf gewappnet sein. Der uptain® ALGORITHMUS bietet die entsprechenden Möglichkeiten, um internationale Herausforderungen für den Online-Shop wie Sprache, Währung und Datenquellen zu berücksichtigen, um die Conversion Rate nachhaltig zu steigern. Dabei wird ein effektives Targeting mit länderspezifischen Daten für User über die Landesgrenzen hinaus erstellt. Ein Beispiel für die erfolgreiche Internationalisierung eines Online-Shops zeigt die Case Study mit myRobotcenter.

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Tipps für das länderspezifische Online-Marketing eines internationalen Online-Shops

Wie auch national gilt es den internationalen Online-Shop über eine Online-Marketing-Strategie im jeweiligen Zielland bekannt zu machen. Basis sind hier unter anderem die Suchmaschinenoptimierung als auch das Suchmaschinenmarketing mit entsprechendem Werbeanzeigen-Management. Auch wenn die Instrumente gleich sind, kann eine für den deutschsprachigen Raum aufgesetzte Online-Strategie nicht 1 zu 1 international übernommen werden. Es gilt von ganz vorne zu beginnen. Um das Kundenpotenzial beim Verkauf von Produkten auf dem internationalen Markt zu nutzen, heißt es Zielgruppen bestimmen, eine zielgruppengenaue Ansprache zu definieren und entsprechende Kampagnen zu planen, aufzusetzen und umzusetzen.

international seo

Suchmaschinenoptimierung

Um einen internationalen Online-Shop für das Land bei Google zu listen, muss eine komplett neue Keyword-Recherche gemacht werden, denn es reicht keineswegs aus, die deutschen Keywords zu übersetzen. Oftmals gibt es ganz andere Wörter für Begrifflichkeiten in den unterschiedlichen Regionen. So sind „Erdbeeren“ in Österreich unter „Ananas“ bekannt, während ein Auto in der Schweiz als „Karre“ oder ein Fahrrad als „Velo“ bezeichnet wird.

Sicher ist Google eine der international genutzten Suchmaschinen, aber auch länderspezifische Modelle sollten nicht missachtet werden. So spielt in Russland bei Suchanfragen die Plattform Yandex.ru eine große Rolle, während in China Baidu, in Japan Yahoo Japan und in Südkorea Naver bevorzugt werden.

international social media

Social Media

Erfolgreiche Werbung zeigt sich von Land zu Land unterschiedlich und Kunden möchten aufgrund der kulturellen Werte unterschiedlich angesprochen werden. Die sozialen Medien bieten einen guten Anhaltspunkt über die Kundenansprache und gehören gleichzeitig zu jenen Kanälen, die einen Einstieg in den internationalen Markt erleichtern.

Neben Facebook oder Instagram, die weltweit genutzt werden, lohnt sich auch hier ein Blick auf nationale Plattformen zu werfen, die meist großes Kundenpotenzial bereithalten. So gibt es zum Beispiel Orkut in Brasilien, VKontakte und Odnoklassniki in Russland, Wechat und Qzone in China und Line in Japan, Thailand und Taiwan.

 

 

 

Mit der richtigen Strategie ist der internationale Online-Shop eine interessante Möglichkeit, neue Zielgruppen zu erschließen und den Absatz langfristig zu steigern. Der derzeitige Aufschwung des E-Commerce scheint ein guter Zeitpunkt zu sein. Dennoch gilt: Nur mit einer umfassenden Planung wird die Internationalisierung erfolgreich.

 

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