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Social Proof im E-Commerce: 10 Beispiele für mehr Conversions

20.11.20, Haydar Yüce

„Da 95 Prozent der Leute Nachahmer sind und nur 5 Prozent vormachen, lassen sich die Leute mehr durch die Handlungen anderer überzeugen als durch jedes andere Argument.” – Cavett Rober

 

Treffender könnten man den Social Proof im E-Commerce nicht beschreiben. Es gilt als bewiesenes Phänomen, dass sich Menschen an dem Verhalten anderer Menschen orientieren und sich auf deren Meinungen und Bewertungen verlassen. Der Effekt an sich ist keine neue Erfindung, sondern lässt sich im Alltag nahezu überall beobachten. Dort, wo viele Menschen ein Angebot nutzen, zieht es uns automatisch hin. Wir setzen ein hohes Aufkommen mit Wertigkeit gleich. Viele Gäste in einem Café ziehen noch mehr Gäste an.

Social Proof im Online-Bereich kann ein mächtiges Marketingtool sein, um die Conversion zu steigern. Denn hier gilt: Mehr positive Bewertungen und Zeugnisse ziehen automatisch mehr Kunden an. Wir geben Ihnen nachfolgend einen Überblick über den Social Proof und verraten Ihnen mit Hilfe von 10 Beispielen, wie Sie den Social Proof im Marketing und für die Optimierung Ihrer Conversion Rate nutzen können.

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uptain ist die führende risikofreie Software zur nachhaltigen Reduzierung von Warenkorbabbrüchen im E-Commerce

 

 

 

Was ist der Social Proof?

Übersetzt bedeutet Social Proof „soziale Bewährtheit“. Manche sprechen vom „Herdentrieb“ oder dem „Mitläuferprinzip“. Dabei lässt sich schon heraushören, dass es um einen psychologischen Effekt geht, der sich im sozialen Miteinander begründet. Wenn wir viele Menschen sehen, die etwas Gleiches tun, wie angenommen bei einem guten Italiener essen, hat es für uns plötzlich einen hohen Stellenwert und wir wollen dasselbe erleben. Selbst dann, wenn wir gar nicht wissen, ob es tatsächlich so ist. Der Social Proof hebelt sogar den Kostenfaktor aus den Angeln.

Da wir heute den Großteil unserer Zeit mit sozialen Kontakten im Internet verbringen, hat sich dieser Effekt auch auf die Online-Welt übertragen. Bewertungen von Nutzern sind ein gutes Beispiel und häufig verwendetes Mittel, um den Social Proof zu steigern. Daneben gibt es weitere, effektive Tools, teils sogar vollkommen automatisiert, um den Social Proof zu optimieren. Bevor wir auf diese eingehen, betrachten wir, warum wir Social Proof im Marketing benötigen.

 

 

 

Warum ist Social Proof für das Marketing so wichtig?

Laut einer Statistik vertrauen 40% der Befragten bei der Wahl eines Online-Shops auf die Meinung der bisherigen Nutzer. Social Proof weckt Vertrauen. Vor allem im ersten Teil des Conversion-Funnels, auf den wir in unserem Artikel Awareness: Der erste Touchpoint im Conversion Funnel näher eingehen, ist das besonders wichtig. Wenn viele positive Bewertungen einen zuverlässigen und vertrauensvollen Eindruck vermitteln, bekommt der Interessent das Gefühl: „Was für andere gut ist, ist auch für mich gut“ und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass dieser den Weg in den Funnel findet.

social proof onlineshop

Aber auch auf dem weiteren Weg durch den Funnel sind Social Proof-Elemente wichtig, damit nicht nur das Vertrauen geweckt, sondern immer wieder gestärkt wird. Damit erhöht sich die Chance, dass der Besucher am Ende in einen Kunden konvertiert. Sollte es dennoch zu hohen Warenkorbabbrüchen kommen, schaffen zum Beispiel Exit Intent Popups Abhilfe. Eine smarte Software erkennt die Gründe für den Kaufabbruch und unterstützt unentschlossene Besucher bei der Entscheidung. Durch die Personalisierung wird Vertrauen geschaffen und die Wahrscheinlichkeit eines Kaufs erhöht.

Das Potenzial von Social Proof im Marketing wird heute von Unternehmen längst noch nicht voll ausgeschöpft. Doch gerade wenn es um die Steigerung der Conversion geht, zeigen sich entsprechende Maßnahmen als kostengünstige und wirksame Mittel.

 

 

 

Tipp am Rande: Social Proof als SEO-Maßnahme

Der Social Proof kann ferner als Mittel der SEO-Optimierung zur Verbesserung der Platzierung in den Suchmaschinen eingesetzt werden. Durch verifizierte Kundenbewertungen über unabhängige Bewertungsportale sorgen Online-Shops nicht nur für Transparenz, sondern bekommen Rich-Snippet-Sterne. Die gelben Sterne in den Google Suchergebnissen erhöhen die Klickrate um bis zu 5%. Außerdem signalisieren die eingebundenen Bewertungen den Suchmaschinen hohe Relevanz und sorgen so für ein verbessertes Ranking.

 

 

 

10 Beispiele: Wie Online-Shops den Social Proof einsetzen

Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, die den Social Proof steigern. Die nachfolgenden 10 Beispiele können die Conversion Rate positiv beeinflussen.

 

1. Bewertungen von Nutzern

In einer Befragung gaben rund 18% der Käufer an, ein Produkt aufgrund einer guten Bewertung in den sozialen Medien gekauft zu haben. Rund 30% einer weiteren Studie haben trotz einer Kaufentscheidung schon mehrmals einen Kauf aufgrund der Bewertungen anderer Nutzer abgebrochen. Bewertungen haben einen großen Einfluss auf den Social Proof. Im Schnitt liest ein Interessent 10 Bewertungen, bevor er eine Entscheidung trifft. Dabei unterscheiden sich Bewertungen im eigenen Shop und externe Bewertungen auf Portalen.

 

2. Gütesiegel und Trust Elemente

39% der Besucher von Online-Shops gaben an, dass bekannte Gütesiegel einen Online-Shop vertrauenswürdiger machen. Das hat einen einfachen Grund: Gütesiegel schaffen Sicherheit. Zu den wichtigsten Siegeln gehören unter anderem Trusted Shops, TÜV Süd Prüfsiegel, EHI Siegel geprüfter Online-Shops und eKomi.

 

3. Experten-Meinungen

Experten, Spezialisten und bekannte Menschen auf einem Gebiet genießen in der Regel einen Vertrauensvorschuss. Das bietet Potenzial, um den Social Proof zu steigern. Nicht ohne Grund werden bekannte Schauspieler und Stars für Werbekampagnen eingesetzt. Für die meisten Online-Shops sind jedoch nicht Stars, sondern Experten bzw. von der Zielgruppe als Experten wahrgenommene Personen besonders interessant. So kann ein Zitat von einem Dermatologen über den Online-Shop oder über bestimmte dermatologische Produkte des Shops Social Proof schaffen,

 

4. Influencer

19% der deutschen Internetuser geben an, ein Produkt nur deshalb gekauft zu haben, weil es ein YouTuber empfohlen hat. Influencer haben einen sehr großen Einfluss auf viele Ihrer Kunden und deren Kaufverhalten. Influencer für sich zu gewinnen kann den Social Proof für einen Teil Ihrer Zielgruppe enorm steigern.

 

5. Besucherzähler

Wer über einen hohen Traffic verfügt, kann diesen in einem Besucherzähler nach außen sichtbar machen. Hohe Zahlen vermitteln ein gutes Gefühl. Bei Ebay wird zum Beispiel angezeigt, wie viele Aufrufe ein Produkt innerhalb der letzten 24 Stunden hatte und wie viele Beobachter das Produkt aufweist.

 

6. Kommentare

Kommentare erhöhen die Qualität eines Produkts oder einer Dienstleistung und wirken ähnlich wie Bewertungen. Hier erfährt der interessierte Besucher, was andere Personen über das Produkt oder die Dienstleistung sagen. Vor allem unter Blogartikeln sind Kommentare ein Anzeichen für eine hohe Relevanz, denn scheinbar erregt das Thema großes Interesse.

 

7. Social Likes

Die Zahl der Likes, die Anzahl der Follower oder Abonnenten zeigt nicht nur die Reichweite, sondern baut Vertrauen auf. Getreu dem Motto: „Wenn es vielen gefällt, ist es gut.“ Daher sollten aussagekräftige Zahlen auf Webseiten und Produktseiten implementiert werden, sodass auch Besucher, die Ihre Social Media Accounts nicht kennen, diese wichtigen Zahlen zu sehen bekommen.

 

8. „Bekannt aus“-Banner

Wenn ein Produkt in den Medien war oder von einer renommierten Zeitschrift empfohlen wurde, lässt sich das mit „Bekannt aus“-Banner darstellen. Das können zum Beispiel sein: Bekannt aus der „Höhle der Löwen“, „RTL“, „Focus”, „Freundin” oder dem „Handelsblatt“. Das beweist einerseits Bekanntheit und auf der anderen Seite Autorität. Dazu eignen sich für die Masse vertrauenswürdige Quellen. Die entsprechenden Logos lassen sich auf der Webseite einbinden.

 

9. Wissenschaftliche Fakten und Case Studies

Fakten und wissenschaftliche Belege zeigen sich als ein mächtiges Social Proof-Element. Auch selbst durchgeführte Fallstudien erhöhen die Glaubwürdigkeit. Beispiele finden sich oft in der Kosmetikbranche mit Aussagen aus eigenen Befragungen und Testergebnissen wie: „81% bemerken ein verbessertes Hautbild und eine Milderung von Fältchen.“

 

10. 5-Sterne-Bewertungen

Neben den ausführlichen Bewertungen kann ein Bewertungssystem in Form von Sternen den Social Proof visuell unterstützen. Das 5-Sterne-System hat sich als ein geläufiges Bewertungssystem etabliert, weshalb man hierbei noch von der hohen Akzeptanz der User profitiert.

 

 

 

 

Social Proof ist heute ein wichtiges Element, um Vertrauen zu schaffen und damit letztlich die Conversion zu steigern. Die meisten Tools lassen sich schnell auf der Webseite implementieren. Wichtig und Grundlage des Social Proofs ist es natürlich, den Ansprüchen der Kunden an Produkte und Dienstleistungen gerecht zu werden, sodass überhaupt positive Bewertungen entstehen können. Wer trotz Social Proof weiterhin eine hohe Anzahl an Warenkorbabbrechern verzeichnet, kann zum Beispiel personalisierte Warenkorbabbruch-Mails einsetzen, um diese zurückzuholen.

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