Kaufabbrüche im Fokus: Zweiter Halbjahresreport 2025

Autor: Harald Neuner // 19.01.2026
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Key Takeaways

  1. Die Warenkorb-Abbruchrate erreicht ein Rekordniveau.
  2. Kunden springen schneller ab als zuvor.
  3. Am häufigsten werden Abbrüche über das iPhone durchgeführt.
  4. Die meisten Abbrüche erfolgen am Wochenende.
2025 e-report zum Thema Kaufabbrecher Thumbnail mit zentralen Ergebnissen und Tipps

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Im zweiten Halbjahr 2025 brachen so viele Konsumenten wie noch nie ihren Kauf ab. Sie legten Produkte in den Warenkorb, schlossen den Kauf aber nicht ab. Dadurch entgeht Online-Händlern jährlich rund eine Milliarde Euro an Umsatz. Umso wichtiger ist es, das Ausmaß dieses Phänomens und das Verhalten von Kaufabbrechern genau zu verstehen. Der vorliegende Halbjahresreport liefert dafür eine fundierte Grundlage.

Diese Analyse basiert auf Daten aus rund 3.000 Online-Shops und Millionen von Nutzern. Der Report zeigt, wie sich das Abbruchverhalten im Laufe der Zeit verändert hat. Zudem wird deutlich, dass sich das Verhalten je nach genutztem Gerät unterscheidet. Auch der Wochentag hat Einfluss darauf, ob ein Kauf abgeschlossen oder abgebrochen wird.

Warenkorb-Abbruchrate auf Rekordniveau

Im zweiten Halbjahr 2025 stieg die Abbruchrate auf 72,32 % und erreichte damit einen Rekordwert der letzten Jahre. Der Großteil der Kunden schließt den Kauf somit nicht ab. Für Händler bedeutet dies, dass ein erheblicher Teil des Traffics ungenutzt bleibt und wertvolles Umsatzpotenzial verloren geht.

Insgesamt deutet dieser Anstieg darauf hin, dass viele Unternehmen ihren Shop und insbesondere den Checkout noch nicht optimal gestaltet haben. Zudem weist er auf einen zunehmenden Wettbewerb hin, in dem Kunden stärker vergleichen und eine geringere Loyalität gegenüber einzelnen Shops zeigen.

2025 Studiengrafik zu Kaufabbrechern Abbruchrate zeigt prozentuale Werte und Trends

Kunden springen schneller ab als zuvor

Noch nie wurden Käufe so schnell abgebrochen wie im zweiten Halbjahr 2025. Die durchschnittliche Sitzungsdauer ist weiter gesunken und liegt nur noch bei 4 Minuten und 7 Sekunden. Damit ist sie fast 50 Sekunden kürzer als im Jahr 2023.

Die Kundschaft ist sehr onlineaffin und bewegt sich schneller durch Shops als früher. Nutzer wissen genau, was sie wollen, und entscheiden rasch, ob ein Angebot passt oder ein Shop vertrauenswürdig ist. Für Shopbetreiber ist ein klar strukturierter und optimierter Shop, der die richtigen Signale sendet, wichtiger denn je.

2025 Studiengrafik zu Kaufabbrechern Sitzungsdauer zeigt Zusammenhang zwischen Dauer und Abbruchrate

Spitzenplatz bei Abbrüchen: Das iPhone

Eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst das Abbruchverhalten. Besonders relevant ist dabei das genutzte Gerät. In dieser Analyse brechen iPhone-Nutzer ihre Käufe am häufigsten ab mit einer Abbruchrate von 73,08 %. Android-Nutzer folgen knapp dahinter mit 71,87 %.

Auch Tablet-Nutzer brechen mit 70,43 % einen großen Teil ihrer Käufe ab. Auf Desktop-Geräten ist die Abbruchrate etwas niedriger und liegt unter 70 %. Insgesamt zeigt sich, dass mobile Nutzer deutlich häufiger einen Kauf abbrechen. Für Shopbetreiber lohnt es sich daher, diese Nutzer gezielt anzusprechen, um Kaufabbrüche zu reduzieren.

 

2025 Studiengrafik zu Kaufabbrechern nach Gerät zeigt Abbruchraten für Desktop, Tablet und Smartphone

Am Wochenende ist die Abbruchzahl am höchsten

Ein weiterer Faktor, der das Nutzerverhalten beeinflusst, ist der Wochentag. Dabei zeigt sich, dass Käufe tendenziell häufiger abgebrochen werden, je weiter die Woche fortschreitet. Am Montag werden beispielsweise 69,61 % der Käufe abgebrochen, während es am Samstag bereits 72,77 % sind.

Zu Beginn der Woche tätigen Konsumenten eher alltägliche und gewohnheitsmäßige Käufe. Am Wochenende beschäftigen sie sich dagegen häufiger mit größeren Anschaffungen, die einen intensiveren Vergleichsprozess erfordern. Für Shopbetreiber kann es sich daher lohnen, Marketingaktivitäten am Wochenende gezielt an dieses veränderte Nutzerverhalten anzupassen.

2025 Studiengrafik zu Kaufabbrechern nach Wochentag zeigt Abbruchraten pro Tag

Experten-Kommentar

Julian Craemer
«Immer mehr Kunden brechen ihren Kauf im Onlineshop ab. Für Händler bedeutet das nicht nur entgangenen Umsatz, sondern auch erheblich verschwendetes Marketingbudget. Viele Shopbetreiber sind sich nicht bewusst, dass Kaufabbrüche ein vermeidbares Problem sind. Mithilfe von KI lassen sich absprunggefährdete Nutzer erkennen und gezielt ansprechen. Methoden wie Exit-Intent-Popups oder Trigger-Mails ermöglichen es, Kaufabbrecher im richtigen Moment zurückzugewinnen und so zusätzlichen Umsatz ohne weiteren Werbeausgaben zu erzielen.»
CEO und Gründer
uptain GmbH
CEO und Gründer
uptain GmbH
Julian Craemer
«Immer mehr Kunden brechen ihren Kauf im Onlineshop ab. Für Händler bedeutet das nicht nur entgangenen Umsatz, sondern auch erheblich verschwendetes Marketingbudget. Viele Shopbetreiber sind sich nicht bewusst, dass Kaufabbrüche ein vermeidbares Problem sind. Mithilfe von KI lassen sich absprunggefährdete Nutzer erkennen und gezielt ansprechen. Methoden wie Exit-Intent-Popups oder Trigger-Mails ermöglichen es, Kaufabbrecher im richtigen Moment zurückzugewinnen und so zusätzlichen Umsatz ohne weiteren Werbeausgaben zu erzielen.»

Fazit

Das zweite Halbjahr 2025 zeigt deutlich, dass Nutzer immer schneller und gezielter durch Online-Shops navigieren und Käufe häufiger abbrechen. Ihr Verhalten ist differenzierter und hängt sowohl vom genutzten Gerät als auch vom Zeitpunkt ab. Besonders hohe Abbruchraten zeigen sich bei mobilen Endgeräten und an Wochenenden.

Für Shopbetreiber bedeutet dies: Wer Checkout, Struktur und Nutzererfahrung nicht konsequent optimiert, verschenkt Potenzial und verliert gegenüber agileren Wettbewerbern. Zudem sollten Maßnahmen gegen Warenkorbabbrüche eingesetzt werden, die Nutzer nach Gerät, Wochentag und weiteren Faktoren unterscheiden und gezielt ansprechen.

Methodik

uptain bezieht seine Daten als Plugin aus über 3000 Online-Shops und analysiert in Echtzeit die Daten aller Besucher. Die Daten für diese Studie stammen somit direkt von insgesamt über 30 Mio. echten Usern und nicht aus Zweitquellen, Umfragen oder indirekten Erhebungen. Dadurch entsteht eine repräsentative und hochaktuelle Datengrundlage. Dies ermöglicht eine fortlaufende Analyse der Trends und Bewegungen. Sämtliche Daten der User und Online-Shops wurden anonymisiert. Die Analyse untersucht das Nutzerverhalten mit einem Fokus auf die zweite Hälfte des Jahres 2025.

Ein junger Mann mit Brille und kurzem, dunklem Haar blickt ruhig in die Kamera; er trägt ein dunkles Hemd über einem schwarzen T-Shirt vor neutralem, transparentem Hintergrund.

Artikelautor

Online Marketing + Content

Harald Neuner

Artikelautor

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Harald Neuner ist Co-Founder von “uptain”, der führenden Software-Lösung für die Rückgewinnung von Warenkorbabbrechern im DACH-Raum. Ein besonderes Anliegen ist es ihm, kleinen und mittleren Online-Shops Technologien zur Verfügung zu stellen, über die bisher vorwiegend die Großen im E-Commerce verfügten. Mit “uptain” ist ihm genau das möglich geworden.

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