Exit Intent Popups: Mehr Conversions im Online-Shop

Exit Intent Popups in Online Shops
Autor: Haydar Yuece // 8min

Exit Intent Popups (auch: Exit Intent Layer) sind Dialogfenster, die dem Besucher kurz vor dem Verlassen einer Webseite angezeigt werden. Sie unterscheiden sich von anderen Popups in erster Linie durch den Trigger (Auslöser). Um es vorwegzunehmen: Möchte man die Conversions steigern und dem Besucher gleichzeitig eine angenehme User Experience bieten, sind Exit Intent Popups das Mittel der Wahl.

Online-Shops können mit der Exit Intent Technologie Warenkorbabbrecher zurückgewinnen, Newsletter Abonnenten generieren und die Verweildauer erhöhen – ohne den Besucher zu nerven. Im Gegenteil: Steckt hinter den Exit Intent Popups zudem eine intelligente Software, die den Inhalt und die Tonalität der Nachricht personalisiert, wird der Besucher die Kontaktaufnahme gleichzeitig als Serviceleistung wahrnehmen. Daraus resultiert eine Win-Win-Situation sowohl für den Online-Shop als auch für den Shop-Besucher. Lernen Sie mehr über die Best Practices bei Exit Intent Popups!

Wie funktionieren Exit Intent Popups?

Jeder kennt es: Man klickt sich durch eine Seite, konsumiert den Content und wird unverhofft von einem Popup genervt. Im Gegensatz zu anderen Popup-Triggern vermeiden Exit Intent Popups diesen Nervfaktor. Um den Unterschied zu anderen Arten von Popups zu verstehen und sich die Vorteile bewusst zu machen, nehmen wir die gängigen Auslösemechanismen (auch Trigger genannt) mal genauer unter die Lupe.

 

Mouse-Out-Trigger

Der Mouse-Out-Trigger ist der Auslöser von Exit Intent Popups. Er löst das Popup erst dann aus, wenn der Besucher die Website verlassen möchte. Wegen der verschiedenen Endgeräte unterscheiden sich die spezifischen Auslöser teilweise voneinander. Das hat den einfachen Grund, dass es auf Smartphones beispielsweise keinen Mauszeiger gibt. Entsprechende Technologien erkennen auf Desktops und Laptops, wenn der Mauszeiger sich bewegt und kurz davor ist, den Tab oder das Fenster zu schließen. Auf mobilen Geräten hingegen kann der Auslöser der Zurück-Button oder ein Tab- sowie ein Appwechsel sein.

 

Time-Delay-Trigger

Im Gegensatz dazu löst der Time-Delay-Trigger das Popup nach einer zuvor definierten Zeit aus. Dieser Auslösemechanismus soll sicherstellen, dass der Besucher eine gewisse Zeit hat, um sich die Website anzuschauen. Durch den Trigger wird jedoch die User Experience enorm beeinträchtigt. Oft ist der Time-Delay-Trigger aus Nutzersicht daher selbst ein Grund, den Online-Shop zu verlassen.

 

Scroll-Trigger

Der Scroll-Trigger dagegen spielt das Popup aus, wenn der Besucher einer Website bis zu einem zuvor definierten Punkt scrollt. Wann dieser Punkt erreicht ist, kann jeder Shop-Betreiber für sich selbst entscheiden. Dieser Trigger soll sicherstellen, dass der Besucher genug Interesse gezeigt hat, bevor ihn ein Popup angezeigt wird. Auch dieser Auslösemechanismus berücksichtigt jedoch nicht die User Experience. Schaut sich ein Besucher beispielsweise die Produkte eines Online-Shops an und scrollt weiter nach unten, wird ihn ein durch den Scroll-Trigger ausgelöstes Popup mit hoher Wahrscheinlichkeit stören.

Wofür brauche ich Exit Intent Popups?

Der Einsatzbereich für Exit Intent Popups ist vielfältig und hängt immer von der Zielsetzung ab. Je nachdem, ob es sich um einen Online-Shop oder ein Magazin/Blog handelt, nutzen Websitebetreiber die Exit Intent Technologie für unterschiedliche Zwecke.

1. Mehr Conversions: Verkäufe steigern

Ausnahmslos jeder Online-Shop ist mit Besuchern konfrontiert, die Produkte in den Warenkorb legen ohne den Einkauf abzuschließen. Mit der Exit Intent Technologie lassen sich diese Kaufabbrecher in zahlende Kunde umwandeln. Online-Shops erzielen durch den Einsatz der Technologie mehr Conversions, ohne den Besucher zu nerven und somit das Risiko einzugehen, dass dieser die Website verlässt.

Da Kaufabbrecher zu einem Segment gehören, das durch ein sehr hohes Kaufinteresse gekennzeichnet ist, performen Exit Intent Popups besonders gut. An dieser Stelle können Popups mit personalisiertem Inhalt eingesetzt werden, um die Kaufabbrecher doch noch zum Kaufabschluss zu bewegen. Das kann je nach Shop-Besucher und Abbruchgrund beispielsweise ein individueller Rabattcode oder das Anbieten des Telefon-, Whatsapp- sowie E-Mail-Services sein.

 

Schritt 1: Der Besucher befindet sich in Ihrem Online-Shop, stöbert eine gewisse Zeit und füllt schließlich den Warenkorb.

Schritt 2: Im Hintergrund arbeitet der uptain® ALGORITHMUS, um für den Fall eines Kaufabbruchs die Kundenbedürfnisse und den Abbruchgrund zu erkennen.

Schritt 3: Kurz bevor der Besucher den Einkauf abbricht, erscheint ein auf den individuellen Kunden zugeschnittenes Exit Intent Popup, welches ihn vom Kauf überzeugt.

uptain alleine rettet monatlich verlorene Warenkörbe im Wert von über 1.500.000 €.

2. Bestandskundenaufbau: Newsletter Abonnenten gewinnen

Ob Online-Shop, Reiseanbieter oder Online-Magazin: Newsletter-Abonnenten spielen für viele Websites eine besondere Rolle, wenn es darum geht, Kunden an sich zu binden. Diese zu generieren stellt sich oft als schwierig heraus. Einerseits möchte man so viele Besucher wie möglich erreichen, um sie als Leads zu gewinnen und in Kunden umzuwandeln. Andererseits möchte man die User Experience nicht stören, indem mitten im Kauferlebnis ein Popup erscheint, das womöglich zu einem genervten Kaufabbrecher führt. Auch in diesem Fall bieten Exit Intent Popups eine risikofreie Lösung, mit der Websitebetreiber ohne zu nerven E-Mail-Adressen sammeln.

Um den bestmöglichen Erfolg sicherzustellen, sollte der Inhalt auch bei der Generierung von Newsletter Abonnenten personalisiert sein, denn nicht immer ist ein Gutscheincode das passende Incentive. Da sich die Besucher stark voneinander unterscheiden, müssen sich die Anreize nach den individuellen Bedürfnissen richten. Manchmal ist es die Angst, etwas zu verpassen (“FOMO”: Fear Of Missing Out) oder einfach eine passende Information, mit der sich ein Newsletter Abonnent gewinnen lässt.

uptain sorgt für eine individuelle Incentivierung innerhalb der Newsletter-Popups, um den bestmöglich Anreiz für ein Newsletter Abonnement zu setzen.

3. Content Marketing: Höhere Verweildauer und mehr Interaktionen

Daneben bieten Exit Intent Popups die Möglichkeit, auf unterschiedlichsten Content zu verweisen, den der Besucher anschließend konsumiert. Das können zum Beispiel E-Books, Blogartikel aber auch Gewinnspiele sein. Somit erhöht sich nicht nur die Verweildauer, sondern auch das Engagement (Interaktionsrate). Positive Effekte zeigen sich an verschiedenen Stellen:

 

  • Besseres Ranking: Je länger ein Besucher auf einer Website ist und je mehr Interaktionen stattfinden, desto wahrscheinlicher wird die Seite auf einer höheren Position bei Google ranken. Das hängt damit zusammen, dass Google bei längerer Verweildauer und höherer Interaktion davon ausgeht, dass die Suchintention befriedigt wurde.
  • Zufriedenere Kunden: Je mehr interessanten und vor allem relevanten Content Ihre Besucher konsumieren, desto eher werden sie sich positiv an die Website erinnern. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass der Besucher immer wieder zurückkehrt und somit ein Bestandskunde wird.

Mobilgerät-konforme Exit Intent Technologie

Online-Shopping auf Mobilgeräten findet immer breitere Akzeptanz, was zahlreiche Statistiken belegen. 2019 tätigten 58% der deutschen Online-Shopper mindestens einmal einen Kauf auf einem Mobilgerät. 2020 waren es bereite 71%. Grund genug, auf Technologien zu setzen, die den Trend hin zum Mobile Commerce unterstützen, um möglichst viele Warenkorb- und Seitenabbrecher zu erreichen. Was bedeutet das für Exit Intent Popups?

 

Statt der Mausbewegung (Mouse-Out-Trigger) signalisiert der Zurück-Button oder ein Tab- sowie App-Wechsel, dass der Shop-Besucher im Begriff ist, den Warenkorb gefüllt zu verlassen.

Die Popups müssen auf allen Geräten kompatibel sein – ob auf dem Desktop, Smartphone oder Tablet. Konkret bedeutet das: kompatible Buttons sowie responsive Popup-Größen.

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Frequenz: Wie oft sollten Exit Intent Popups erscheinen?

Auch wenn Exit Intent Popups erst erscheinen, wenn der Besucher die Website verlässt, sind einige Gedanken zum Thema Frequenz der Benachrichtigungen erforderlich.

Handelt es sich beispielsweise um einen Bestandskunden, können Sie stark davon ausgehen, dass er innerhalb kürzester Zeit erneut den Shop besucht. Exit Intent Popups sollten daher nicht zu oft erscheinen, egal ob sie Newsletter Abonnenten generieren, Warenkorbabbrüche verhindern oder auf interessanten Content verweisen. Dadurch stellen Sie eine dezente Kontaktaufnahme sicher, die die User Experience stärkt.

Kundenzentrierte Exit Intent Technologien verhindern im Hintergrund, dass die Besucher nicht immer wieder denselben Content ausgespielt bekommen. Außerdem sollte – unabhängig vom Inhalt – innerhalb von 24 Stunden nicht mehr als ein Popup-Fenster erscheinen, da die Kontaktaufnahme andernfalls aufdringlich wirken könnte, was es natürlich zu verhindern gilt.

Dank der Exit Intent Technologie können Websitebetreiber gezielt Popups einsetzen, ohne nervig zu wirken. Geht man inhaltlich zudem auf die individuellen Bedürfnisse des Besuchers ein, lässt sich die Conversion Rate deutlich steigern. Bedingung hierfür ist eine Exit Intent Technologie verbunden mit einem entsprechenden intelligenten Algorithmus.

Der uptain® ALGORITHMUS ermittelt mithilfe intelligenter Datenverarbeitung wichtige Kundencharakteristika, den individuellen Abbruchgrund und auf den Kunden zugeschnittene Incentivierungen. Auf Grundlage dessen wird dem Besucher – ob Kaufabbrecher oder potenzieller Newsletter Abonnent – ein Exit Intent Popup ausgespielt, das exakt auf ihn zugeschnitten ist.

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