Warenkorbabbruch Popup: Wie Online-Händler Abbruchraten senken

ALT Text sagte: Ein stilisiertes Popup mit Glockensymbol und Button zeigt 'Notification' und 'Open'. Links steht der Text: 'Warenkorbabbruch Popup als Erfolgsfaktor im modernen E-Commerce'.
Autor: Harald Neuner // 28.11.2025

Rund 70 Prozent aller gefüllten Warenkörbe werden im E-Commerce ohne Kaufabschluss abgebrochen.1 Die Gründe dafür reichen von unerwarteten Zusatzkosten bis hin zu technischen Problemen oder fehlenden Zahlungsarten. Für Händler bedeutet jeder Abbruch verpasste Umsätze, gestiegene Marketingkosten und ein schlechterer ROI.

Ein Warenkorbabbruch Popup setzt genau an diesem kritischen Punkt an. Idealerweise erkennt es in Echtzeit, wann ein Nutzer die Seite verlassen möchte, und zeigt ihm im entscheidenden Moment eine relevante Botschaft an. Richtig eingesetzt, kann ein Warenkorbabbruch Popup einen signifikanten Teil der Warenkorbabbrecher zurückgewinnen und die Conversion Rate steigern.

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Das Wichtigste in 17 Sekunden

Zusammenfassung

  • Rund 70 % aller gefüllten Warenkörbe werden vor dem Kauf abgebrochen – meist wegen Zusatzkosten, Komplexität oder fehlenden Informationen im Checkout.
  • Ein Warenkorbabbruch Popup erkennt den Moment, in dem ein Nutzer kurz davor ist, den Shop zu verlassen, und zeigt ihm in Echtzeit eine relevante Botschaft an.
  • Klassische Tools/ Trigger (z. B. nur Mausbewegung, Scrolltiefe) arbeiten mit statischen Regeln und führen häufig zu False Positives.
  • Moderne, KI-gestützte Tools/ Trigger analysieren Verhalten, Kontext und Muster und erkennen deutlich präziser, wann ein Nutzer wirklich abbrechen will.
  • Intelligente Popups steigern die Conversion, reduzieren unnötige Gutscheine und verbessern den ROI, weil Inhalte situativ und nutzerabhängig ausgespielt werden.
  • Erfolgreiche Popups setzen auf klare Botschaften, minimalistische Gestaltung, mobile Optimierung, kontrollierte Ausspiel-Frequenz und datenbasiertes Testing.

Was ist ein Warenkorbabbruch Popup?

Ein Warenkorbabbruch Popup ist ein Dialogfenster bzw. Onsite-Element im Trigger-based Marketing, das erscheint, wenn ein Nutzer mit einem gefüllten Warenkorb kurz davor steht, den Online-Shop zu verlassen. Es kann auf Abbruchsignale wie Exit-Intent (Intention die Seite zu verlassen), Inaktivität, Scrollverhalten oder andere Trigger reagieren und stellt dem Nutzer eine gezielte Information oder einen passenden Anreiz bereit. Im Unterschied zu klassischen Newsletter- oder Rabatt-Popups richtet sich ein Warenkorbabbruch Popup ausschließlich an Nutzer, die bereits Kaufabsicht gezeigt haben.

Wie ein Warenkorbabbruch Popup funktioniert

Die Ausspielung eines Warenkorbabbruch Popup basiert auf Triggern, die die Abbruchintention eines Nutzers erkennen. Sobald eines dieser Signale ausgelöst wird, zeigt das Popup eine relevante, idealerweise personalisierte Botschaft an, etwa einen Gutschein oder ein anderes Incentive.

Vier Browserfenster mit Popups zeigen Rabatt- oder Kontaktangebote in Deutsch und Englisch.

Abbildung: Beispiele für Warenkorbabbruch Popups

Welche Trigger gibt es?

Bei Warenkorbabbruch Popups unterscheidet man grundsätzlich zwischen klassischen Triggern und modernen, verhaltensbasierten Ansätzen. Am Ende verfolgen beide das gleiche Ziel: herauszufinden, wann ein Nutzer innerlich bereits auf dem Absprung ist. Genau dieser Moment, in dem jemand den Kauf abbrechen will, wird als Exit-Intent bezeichnet.

Der entscheidende Unterschied liegt jedoch in der Genauigkeit der Erkennung, in der Art, wie die Signale bewertet werden, und darin, wie personalisiert die anschließende Kommunikation ausfällt.

Klassische Trigger: statische Signale mit begrenzter Präzision

Klassische Trigger stammen aus den frühen Jahren der Onsite Marketing Tools. Sie basieren auf statischen Auslösern, die isoliert betrachtet werden und deren Logik kaum über einfache Wenn-Dann-Regeln hinausgeht. Diese Trigger werden häufig manuell definiert oder unverändert im Standard belassen.

Typisch für diesen Ansatz ist nicht zwangsläufig die Nutzung eines einzelnen Triggers, sondern die isolierte Bewertung der Signale. Jedes Verhalten, z:B. eine Mausbewegung zum Bildschirmrand oder eine bestimmte Scrolltiefe, wird getrennt betrachtet, ohne Kontext oder Kombination mit weiteren Mustern. Dadurch entsteht nur eine grobe Annäherung an echte Abbruchintentionen, was in der Praxis oft zu Fehlauslösungen, auch False-Positives genannt, führt.

Diese Trigger sind z.B.:

  • Mausbewegung zum Browserrand/ Browsersteuerung
  • Sitzungsdauer
  • Scrolltiefe
  • Inaktivität
  • Tab/ App-Wechsel
  • Seitenart (z.B. Produktseite)

Der Haken an klassischen Triggern:

Sie basieren auf Annahmen, nicht auf datenbasierten, granularen Signalen.

Eine Mausbewegung zum Bildschirmrand kann ein Abbruch sein, oder auch nicht. Ebenso kann eine längere Verweildauer Unsicherheit bedeuten, aber ebenso Preisvergleich oder Ablenkung.

Dazu ein Beispiel:

Die meisten Tools können nicht unterscheiden, warum sich der Mauszeiger in Richtung eines bestimmten Bildschirmbereichs bewegt. Ein typisches Beispiel ist die linke obere Ecke eines Windows-Geräts: Dort befindet sich der „Zurück“-Button des Browsers und nicht der Bereich, den viele Tools als potenzielle „Schließen“-Bewegung interpretieren, weil dieser bei Windows im rechten Fensterrand liegt. Der Nutzer bewegt also den Zeiger nach oben, doch das System erkennt nicht, ob er die Seite verlassen möchte oder lediglich zur vorherigen Seite zurücknavigiert.

Wenn ein Tool diese Unterscheidung nicht trifft, löst es das Popup an einer Stelle aus, in der der Nutzer gar nicht abbrechen wollte. Das Ergebnis ist ein False Positive: ein fälschlich als Abbruch erkanntes Verhalten. Ebenso wissen klassische Tools oft nicht, ob die vorherige Seite extern war (z. B. Google), was die Bewertung des Verhaltens entscheidend verändert.

Zwei Spalten vergleichen klassische und moderne Warenkorbabbruch-Popups hinsichtlich Signalerfassung, Bewertung, Genauigkeit, Relevanz und Aufwand. Links steht die klassische, rechts die moderne, KI-gestützte Variante.

Abbildung: Vergleichstabelle klassische und moderne Warenkorbabbruch Popups

Moderne Trigger: verhaltensbasierte Analyse und Korrelationen

Moderne Triggerarten unterscheiden sich nicht primär durch neue Signaltypen, sondern durch die Art, wie diese Signale gemessen, kombiniert und interpretiert werden. Durch den Einsatz von Algorithmen und den Fortschritt in der künstlichen Intelligenz können heutige Systeme das Nutzerverhalten deutlich präziser analysieren.

Sie erkennen Zusammenhänge zwischen mehreren Signalen, gewichten diese kontextabhängig und leiten daraus eine realistische Kauf- oder Abbruchwahrscheinlichkeit ab. Dadurch entsteht ein datengetriebener Ansatz, der weit über die einfachen Wenn-Dann-Regeln klassischer Tools hinausgeht.

Während klassische Systeme jedes Signal isoliert betrachten, analysieren moderne Ansätze:

  • Kontext (z. B. Gerät, Betriebssystem, Herkunft)
  • Korrelationen zwischen mehreren Signalen
  • technische Merkmale des Nutzers
  • Checkout Verhalten im zeitlichen Verlauf
  • individuelle Muster statt pauschaler Regeln

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Die Vorteile von KI-basierter Ausspielung

Durch diese moderne, algorithmische Auswertung entsteht ein Ansatz, der nicht nur präziser und personalisiert ist, sondern auch einen messbaren geschäftlichen Nutzen bietet. Systeme, die Signale kontextbezogen analysieren und korrekt gewichten, erzielen deutlich bessere Ergebnisse als klassische Triggerlogiken.

Zu den wichtigsten Vorteilen gehören:

1. Signifikant höhere Conversion Rate

Weil Popups im richtigen Moment erscheinen und inhaltlich relevanter sind, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Nutzer den Kauf doch abschließen. Fehl- und Überauslösungen werden reduziert, wodurch die Interaktion insgesamt positiver wahrgenommen wird.

2. Gesteigertes Customer Engagement

Durch die korrekte Interpretation von Verhalten erhalten Nutzer genau die Information, die sie in diesem Moment benötigen. Das kann ein Hinweis zu Versand, Zahlungsarten oder Lieferzeiten sein. oder ein Serviceimpuls bei erklärungsbedürftigen Produkten.

3. Optimierung der Gutscheinmarge (ROI-Steigerung)

Ein wesentlicher Vorteil moderner Trigger besteht darin, dass die Entscheidung für oder gegen einen Rabatt nicht pauschal, sondern algorithmisch getroffen wird. Dadurch werden nur jene Nutzer identifiziert, die tatsächlich einen Anreiz benötigen, um den Kauf abzuschließen.

Das führt zu drei Effekten:

  1. Weniger unnötige Rabatte bei Nutzern, die ohnehin gekauft hätten
  2. Zielgerichtete Rabatte für Nutzer mit geringer Kaufwahrscheinlichkeit
  3. Deutlich geringere Gutscheinkosten bei gleichzeitiger Umsatzsteigerung

4. Höherer ROI durch bessere Zielgenauigkeit

Die Kombination aus präziser Aussteuerung, relevanten Inhalten und geringeren Rabattausgaben führt insgesamt zu einem spürbar besseren Return on Investment.

5. Inhaltliche Steuerung je nach Situation

Moderne Systeme unterscheiden präzise zwischen preissensiblen Nutzern, die tatsächlich einen Anreiz benötigen, und servicebedürftigen Nutzern, die eher Orientierung oder zusätzliche Informationen brauchen.

Diese Einordnung erfolgt anhand verschiedener Verhaltens- und Kontextsignale wie Navigationsgeschwindigkeit, Interaktion mit Informations- oder Formularelementen, verwendeter Browsertechnologie oder auch bestimmten Merkmalen der E Mail-Adresse. Dadurch lässt sich deuten, ob ein Gutschein wirklich hilfreich ist, oder ob ein Beratungshinweis mehr Wirkung zeigt. Gerade bei erklärungsbedürftigen Produkten führt ein klarer Serviceimpuls häufig schneller zum Abschluss.

Mockup von einem Macbook. Auf dem Bildschirm eine blonde junge Frau und ein Exit Intent Popup von uptain mit einem 10% Rabattangebot

Video: Demonstration von einem Warenkorbabbruch Popup für preissensible Nutzer

Mockup von einem Macbook. Auf dem Bildschirm eine blonde junge Frau und ein Exit Intent Popup von uptain mit einem Service Angebot

Video: Demonstration von einem Warenkorbabbruch Popup für servicebedürftige Nutzer

Warum Nutzer ihren Warenkorb abbrechen

Trotz klarer Kaufabsicht brechen viele Nutzer ihren Warenkorb kurz vor dem Abschluss ab. Dieses Verhalten ist kein Zufall, sondern lässt sich auf eine Reihe typischer Muster zurückführen, die sich in Studien über Jahre hinweg bestätigt haben. Wer die Gründe für Kaufabbrüche versteht, kann gezielt an Stellen ansetzen, an denen Kaufprozesse scheitern und seinen Online-Shop optimieren.

Hauptsächlich brechen Nutzer ihren Warenkorb vor allem dann ab, wenn zusätzliche Kosten entstehen, der Checkout unnötig kompliziert ist, wichtige Informationen fehlen oder technische Probleme den Kauffluss unterbrechen.2

1. Unerwartete Zusatzkosten

Versteckte oder spät angezeigte Kosten gehören zu den effektivsten Abbruchtreibern im Checkout.

Dazu zählen:

  • Versandkosten
  • Bearbeitungsgebühren
  • Mindestbestellwerte
  • Zuschläge schlechtere Bedingungen für bestimmte Zahlarten

2. Pflicht zur Kontoerstellung

Viele Kunden möchten schnell und unkompliziert bestellen. Eine erzwungene Registrierung oder ein komplexer Account-Prozess führen zu Reibung, vor allem bei Erstkunden. Die Folge: Hohe Abbruchraten in genau diesem Schritt. Die Lösung ist ein Gast- oder Express-Checkout.

3. Komplizierter oder fehleranfälliger Checkout

Mehrere Formulare, unklare Pflichtfelder, schlechte mobile Darstellung oder nicht funktionierende Buttons wirken sich massiv auf die Conversion aus. Fehlt zudem die bevorzugte Zahlungsart, verlassen viele Nutzer den Shop unmittelbar.

4. Unsicherheiten und fehlende Informationen

Unbeantwortete Fragen sind ein großer Abbruchfaktor:

  • unklare Lieferzeiten
  • fehlende Hinweise zu Retouren
  • Unsicherheit über Materialien, Größe oder Passform
  • fehlende Erfahrungswerte (z. B. Bewertungen)

Gerade bei höherpreisigen oder erklärungsbedürftigen Produkten steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Nutzer im letzten Moment zögert.

5. Preisvergleich und Ablenkung

Viele Nutzer verlassen den Checkout, um Preise zu vergleichen oder zusätzliche Informationen einzuholen, häufig getrieben durch FOBO (Fear of Better Options), also die Sorge, woanders ein besseres Angebot zu finden.

Im mobilen Umfeld kommen Unterbrechungen durch Benachrichtigungen, App-Wechsel oder Multitasking hinzu. Solche Situationen beginnen oft als reine Kontextwechsel, entwickeln sich jedoch schnell zu echten Kaufabbrüchen, wenn der Nutzer nicht in den Shop zurückkehrt oder den Tab später schließt.

6. Technische Probleme

Langsame Ladezeiten, Session-Abbrüche, Browserinkompatibilitäten oder Probleme mit Zahlungsdienstleistern gehören weiterhin zu den häufigsten, aber gleichzeitig am wenigsten sichtbaren Ursachen von Kaufabbrüchen.

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Best Practices für erfolgreiche Warenkorbabbruch Popups

Damit ein Warenkorbabbruch Popup nicht nur angezeigt wird, sondern tatsächlich Wirkung erzielt, müssen Inhalt, Timing und Umsetzung exakt zusammenpassen. Moderne Ansätze gehen dabei weit über simple Rabattcodes hinaus und setzen auf Relevanz, Klarheit und situatives Verständnis.

Auch klassische Tools können einige Prinzipien nachahmen, doch viele Entscheidungen lassen sich ohne KI, verhaltensbasierte Analyse und algorithmische Gewichtung nur sehr eingeschränkt treffen. Der folgende Überblick zeigt die wichtigsten Best Practices, die sich im E-Commerce und besonders im Checkout wiederholt als effektiv erwiesen haben.

1. Inhalt nach Nutzer ausrichten

Nicht jeder Nutzer braucht einen Rabatt. Moderne Systeme unterscheiden:

  • Preissensible Nutzer: Reagieren auf Schwellenhinweise oder Gutscheine
  • Servicebedürftige Nutzer: Benötigen Klarheit, Sicherheit, Erklärung
Älterer Mann mit grauem Bart und freundlichem Lächeln neben einem Service-Popup auf einer Webseite. Popup mit Beratungsangebot: ‚Fragen? Möchten Sie Beratung? Luise Müller hilft Ihnen gern weiter.‘ Rechts Profilangaben: Jürgen, 68, Desktop-Nutzer mit geringer technischer Affinität, hoher Service-Bedürftigkeit, mittlerer Preis-Sensibilität. Hinweise zu Kommunikation: Siezen, herzliche Tonalität, Popup-Service-Angebot und Telefon-Support.

Abbildung: Warenkorbabbruch Popup für Nutzer mit Beratungsbedarf

Sollte ein Warenkorbabbruch Popup E-Mail-Adressen abfragen?

Ein Warenkorbabbruch Popup sollte in den meisten Fällen keine E-Mail-Abfrage enthalten, da dies zusätzliche Reibung erzeugt und die Conversion senkt. Der Nutzer befindet sich bereits im Kaufprozess, und jedes Formularfeld lenkt vom eigentlichen Ziel ab: den sofortigen Abschluss zu fördern. Zudem dient das Einsammeln einer E-Mail-Adresse eher dem Ausbau der Newsletter-Liste, nicht der direkten Kaufrettung. Für diesen Zweck gibt es spezielle Newsletter-Popups, die zu einem anderen Zeitpunkt im Besuch ausgespielt werden.

2. Minimalistisches, nicht störendes Popup-Design

Ein Warenkorbabbruch Popup darf den Checkout nicht behindern.

Wichtig sind:

  • reduziertes Layout
  • klare Hierarchie
  • maximal ein CTA
  • kurze Botschaften
  • auf mobile nicht über den gesamten Bildschirm

Ein Popup ist kein Banner, sondern ein “Conversion-Helfer”.

3. Gutschein nur dort einsetzen, wo er wirklich nötig ist

Pauschale Rabatte erzeugen hohe Kosten und schaden der Marge. Stattdessen sollte das System:

  • Kaufwahrscheinlichkeit analysieren
  • Nutzer identifizieren, die tatsächlich einen Preisimpuls benötigen
  • Alternativen wie Service oder Trust in Erwägung ziehen

4. Mobile Popups an mobile Nutzung anpassen

Mobile Nutzer werden häufiger unterbrochen und navigieren anders. Daher gelten hier besondere Regeln:

  • Inhalte ultrakurz halten
  • Bedienbarkeit mit einer Hand sicherstellen
  • Exit-Intent Trigger an Kontextwechsel und Tab- und App-Wechsel koppeln
  • Layout auf kleine Displays optimieren

5. Frequency Capping für positive Nutzererfahrung

Damit Popups nicht als störend empfunden werden:

  • pro Session maximal einmal ausspielen
  • geschlossene Popups nicht erneut zeigen
  • Gutschein- und Servicevarianten nicht in derselben Session mixen

6. Systematische A/B-Tests durchführen

Ein Warenkorbabbruch Popup ist nie fertig; es lebt von Optimierung.

Effektives Testing bedeutet:

  • pro Test nur eine Variable ändern
  • Desktop und Mobile getrennt testen
  • Mindestlaufzeiten beachten
  • Netto-Effekt (Umsatz minus Rabattkosten) analysieren

Nur so entsteht ein Setup, das sich kontinuierlich an reale Nutzerdaten anpasst. In KI-basierten Systemen findet dieser Optimierungsprozess automatisch im Hintergrund statt, der Algorithmus lernt fortlaufend aus neuen Verhaltensmustern und verbessert die Ausspielung automatisch.

7. Konsistente Botschaften über alle Kanäle hinweg

Das Popup sollte inhaltlich mit anderen Maßnahmen übereinstimmen:

Widersprüchliche Botschaften untergraben Vertrauen.

8. False Positives minimieren

Ein großes Problem klassischer Popups sind falsche Auslösungen, also Situationen, in denen der Nutzer gar nicht abbrechen wollte.

Das sorgt für:

  • unnötige Störungen
  • geringere Conversion
  • unnötige Gutscheine
  • schlechtere Nutzerwahrnehmung

Moderne Systeme analysieren Kontext, Timing und Muster, um echte Abbruchmomente von harmlosen Interaktionen zu unterscheiden. Weniger falsche Auslösungen = deutlich bessere Conversion bei geringeren Kosten.

Fazit: Warenkorbabbruch Popups als wirksamer Hebel für mehr Umsatz

Warenkorbabbruch Popups gehören heute zu den wirkungsvollsten Werkzeugen, um Kaufabbrüche im Checkout zu reduzieren. Entscheidend ist nicht, ob ein Popup ausgespielt wird, sondern wie präzise dies geschieht und wie gut die Inhalte auf die Situation des Nutzers abgestimmt sind.

Moderne, verhaltensbasierte und KI-gestützte Ansätze machen es möglich, echte Abbruchsignale zuverlässig zu erkennen, False Positives zu vermeiden und jedem Nutzer genau die Unterstützung anzubieten, die er in diesem Moment benötigt.

Händler profitieren doppelt: durch höhere Conversion Rates und gleichzeitig durch eine deutlich effizientere Gutscheinstrategie.

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Häufige Fragen zu Warenkorbabbruch Popups

Was ist ein Warenkorbabbruch Popup?

Ein Warenkorbabbruch Popup ist ein On-Site Dialogfenster, das erscheint, wenn ein Nutzer mit gefülltem Warenkorb kurz davor steht, den Online-Shop zu verlassen, etwa durch Trigger wie Exit-Intent, Inaktivität oder Scrolltiefe und soll ihn gezielt zurückgewinnen.

Wann sollte ein Warenkorbabbruch Popup im Checkout-Prozess ausgelöst werden?

Optimal ist der Einsatz kurz vor dem Verlassen des Shops oder Wechsel in einen anderen Tab/App zu einem anderen Shop.

Welche Inhalte funktionieren besonders gut in einem Warenkorbabbruch Popup?

Effektiv sind Inhalte, die dem Nutzer und Situation entsprechen: z. B. Hinweis zur Beratung bei nicht-preissensiblen Nutzern, Gutscheine bei geringer Kaufbereitschaft, wichtig ist Relevanz statt pauschaler Rabatt-Ausspielung.

Sollte ein Warenkorbabbruch Popup E-Mail-Adressen abfragen?

Ein Warenkorbabbruch Popup sollte in den meisten Fällen keine E-Mail-Abfrage enthalten, da dies zusätzliche Reibung erzeugt und die Conversion senkt. Der Nutzer befindet sich bereits im Kaufprozess, und jedes Formularfeld lenkt vom eigentlichen Ziel ab: den sofortigen Abschluss zu fördern.

Lohnt sich der Einsatz von Gutscheinen in Warenkorbabbruch Popups?

Ja, wenn sie intelligent gesteuert werden: moderne Systeme identifizieren nur jene Nutzer, die tatsächlich einen Preisimpuls benötigen, damit Gutscheine nicht unnötig vergeben werden und die Marge gewahrt bleibt.

Wie lässt sich der Erfolg eines Warenkorbabbruch Popups messen?

Erfolg lässt sich messen anhand der Rückgewinnungsquote abgebrochener Warenkörbe, der daraus resultierenden Conversion Rate sowie durch Analyse von Gutschein- und Nutzerausspielkosten im Verhältnis zum zusätzlichen Umsatz.

Quellenverzeichnis

1 50 Cart Abandonment Rate Statistics 2025 (2025), baymard.com (letzter Zugriff: 24.11.2025)
2 Hauptgründe für Kaufabbrüche im E-Commerce (2025), uptain.de (letzter Zugriff: 28.11.2025)

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Artikelautor

Online Marketing + Content

Harald Neuner

Artikelautor

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Harald Neuner ist Co-Founder von “uptain”, der führenden Software-Lösung für die Rückgewinnung von Warenkorbabbrechern im DACH-Raum. Ein besonderes Anliegen ist es ihm, kleinen und mittleren Online-Shops Technologien zur Verfügung zu stellen, über die bisher vorwiegend die Großen im E-Commerce verfügten. Mit “uptain” ist ihm genau das möglich geworden.

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