Öffnungsrate Newsletter: 7 Tipps zum Optimieren

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Autor: Harald Neuner // 10min

Weder das beste Angebot noch die relevantesten Inhalte bringen Ihnen im Newsletter-Marketing etwas, wenn die Empfänger Ihren Newsletter gar nicht erst öffnen. Daher ist ein sinnvoller Ausgangspunkt der Newsletter Optimierung die Newsletter Öffnungsrate. Sie ist nämlich nicht nur eine wichtige Kennzahl, sondern gibt Ihnen auch konkrete Optimierungspotenziale mit auf den Weg. Wir schauen uns die Öffnungsrate im Newsletter an und verraten Ihnen, wie Sie die Empfänger dazu bringen, Ihren Newsletter zu öffnen.

Was ist die Öffnungsrate im Newsletter?

Das Ziel eines Newsletters ist es, Neukunden zu gewinnen und Kunden zu binden, um mehr Verkäufe zu generieren. Das kann nur geschehen, wenn der Newsletter auch tatsächlich geöffnet wird. Die Öffnungsrate im Newsletter gibt an, wie viel Prozent der Empfänger Ihren Newsletter öffnen. Sie beschreibt also das Verhältnis von zugestellten sowie tatsächlich geöffneten E-Mails.

Hierbei unterscheidet man zwischen Unique- und Gesamtöffnungen. Während die Unique-Öffnungen ausschließlich eine Öffnung pro Empfänger angeben, werden bei den Gesamtöffnungen alle Öffnungen gezählt – unabhängig davon, ob ein und derselbe Empfänger den Newsletter mehrmals öffnet oder nicht. Daher ist die Kennzahl der Gesamtöffnungen mit Vorsicht zu genießen und nicht so weit verbreitet.

 

Einordnung der Newsletter Öffnungsrate

Um die Bedeutung der Newsletter Öffnungsrate zu veranschaulichen, hilft ein Blick auf weitere wichtige Kennzahlen im E-Mail Marketing. Die unten aufgezählten Kennzahlen sind chronologisch geordnet. Das heißt, dass sich die erste Kennzahl auf den ersten Kontakt mit dem Empfänger bezieht (Zustellrate), während die letzte Kennzahl den letzten Kontaktpunkt mit dem Empfänger ausmacht (Abmelderate).

 

  • Zustellrate & Bouncerate geben Auskunft über die Zustellbarkeit und fehlerhafte E-Mail Adressen
  • Öffnungsrate gibt an, wie viele Empfänger den Newsletter öffnen
  • Einfache Klickrate und Effektive Klickrate beziehen sich auf die Klicks auf Links und Call-to-Action Buttons
  • Newsletter Conversion Rate verrät, wie viel Prozent der Empfänger eine gewünschte Handlung tätigen
  • Abmelderate beschreibt den Anteil, der sich nach dem Versand vom Newsletter abmeldet

Wie Sie die Newsletter Öffnungsrate messen und berechnen

Technisch gibt es nur eine Möglichkeit, die Newsletter Öffnungsrate zu messen: mit Zählpixel, auch Trackingpixel genannt. Hierbei handelt es sich um kleine transparente Bilder. Sobald im Postfach auf den Newsletter geklickt wird, laden die Zählpixel und senden dem Server entsprechende Informationen.

Ob Sie CleverReach, Sendinblue oder andere Newsletter Tools nutzen: All diese Tools nutzen dieselbe Technologie, um die Öffnungsrate zu messen. Aufgrund dessen können Sie bedenkenlos auf die angegebene Öffnungsrate Ihres Newsletter Tools zurückgreifen, genauso wie auch auf weitere Kennzahlen (Zustellrate, Klickrate, Abmelderate). Dennoch möchten wir Ihnen der Vollständigkeit halber und zu Informationszwecken die Formel zur Berechnung der Unique-Öffnungsrate mit auf den Weg geben:

Die Formel zur Berechnung der Unique-Öffnungsrate

Die durchschnittliche Newsletter Öffnungsrate liegt je nach Branche zwischen 20 und 30 Prozent. Erwarten Sie nicht zu viel, denn auch in den Branchen mit den höchsten Öffnungsraten (Marketing/Werbung) liegt der Durchschnitt bei nicht einmal 40% (Quelle: sendinblue: E-Mail Marketing Branchen Benchmark 2020, S. 13f).

 

  • Elektronik/Hardware: 31,35%
  • Mode: 25,20%
  • Gesundheit/Fitness/Ernährung: 25,85%
  • Haushalt/Garten: 20,50
  • Reisen/Freizeit: 23,60%

7 Tipps zur Optimierung der Öffnungsrate im Newsletter

Ihre Newsletter Öffnungsrate bewegt sich im Durchschnitt Ihrer Branche oder gar deutlich unter dem Durchschnittswert? Dann ist es Zeit, die Öffnungsrate zu optimieren. Mit diesen 7 Tipps werden garantiert mehr Ihrer Abonnenten den Newsletter öffnen.

1. Qualitative Leads gewinnen

Offensichtlich, doch häufig vernachlässigt ist die Qualität der Leads in Ihrer Empfängerliste. Legen Sie nur Wert auf die Quantität Ihrer Newsletter Abonnenten, so kann es nicht nur schnell dazu kommen, dass die Öffnungsrate sehr niedrig ist. Auch die Empfängerliste wird überfüllt sein mit Leads, die Ihren Newsletter niemals öffnen werden – geschweige denn zu Kunden konvertieren.

Eine deutlich höhere Lead-Qualität erreichen Sie beispielsweise mit individuellen Anreizen für Newsletter Abonnements, anstatt wahllos Rabatte zu verteilen, wie es leider viel zu oft zu beobachten ist. Durch wahllos verteilte Rabatte sinkt nicht nur die Lead-Qualität, sondern Sie verpassen auch Umsätze. Der eine oder andere Newsletter Abonnement würde sich nämlich auch mit anderen Anreizen eintragen.

 

Folgende Anreize können Sie im Vorfeld nutzen, um die Öffnungsrate im Newsletter zu erhöhen:

  • Rabatte: User erhalten einen Dank in Form von einem Rabatt für das Abonnement. Erfahren Sie mehr über das Gutscheinmarketing.
  • Exklusivität: Die Newsletter Anmeldung kann mit einer exklusiven Mitgliedschaft verknüpft werden, welche besondere Vorteile bietet.
  • FOMO: Die Angst etwas zu verpassen ist eine starke Motivation, sich für einen Newsletter einzutragen. So erhalten nur Newsletter Abonnenten die neuesten Informationen zu Rabatt-Aktionen und weiteren relevanten Themen.

 

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2. Spam-Filter umgehen

E-Mails im Spam-Ordner werden in den seltensten Fällen angeklickt. Mehr noch: Meist bekommt der Empfänger gar nicht erst mit, dass Ihr Newsletter verschickt wurde. Spam-Markierungen und Öffnungsrate im Newsletter beeinflussen sich dabei gegenseitig. Einerseits führen Spam-Markierungen – ob manuell oder automatisch – zu einer niedrigen Öffnungsrate. Andererseits macht eine niedrige Öffnungsrate eine Spam-Markierung wahrscheinlicher.

 

Was also tun, um den Spam-Filter bestenfalls präventiv zu umgehen?

  • Trigger-Wörter: Vermeiden Sie möglichst Trigger-Wörter wie “gratis”, “Discount” und “Sonderangebot”. Im Netz finden Sie Trigger-Wörter-Listen passend zu Ihrer Branche.
  • Website-Verknüpfung: Geben Sie den Providern Trust-Signale, indem Sie Ihre E-Mail Adresse mit Ihrer Website verknüpfen, falls noch nicht geschehen.
  • Newsletter-Tools: Verwenden Sie unbedingt seriöse und bekannte Newsletter-Tools, da diese verhindern, dass andere Nutzer über ihren Server Spam senden. Erfahren Sie hier mehr über Newsletter-Tools.
  • Authentifizierungsprotokolle: Teilen Sie den Providern Ihre Authentifizierungsprotokolle mit. Professionelle Newsletter-Tools geben Ihnen die Möglichkeit, diese mit wenigen Klicks einzutragen (z.B. DKIM, SPF und DomainKeys).

3. Kunden segmentieren

Das Thema Segmentierung ist schon seit geraumer Zeit in aller Munde. Inwiefern aber beeinflusst sie die Newsletter Öffnungsrate? Haben Sie erst einmal Ihre Empfängerliste in konkrete Empfängergruppen segmentiert, so können Sie alle Bestandteile des Newsletters auf die jeweiligen Segmente zuschneiden – angefangen vom Layout über den Inhalt hin zu den CTAs (Handlungsaufforderungen). Für die Öffnungsrate relevant sind jedoch vor allem zwei Bestandsteile: Absendername und Betreffzeile.

Wie Sie die Segmentierung vornehmen, bleibt Ihnen überlassen. Demografische Merkmale wie Alter können genauso sinnvoll sein wie Kaufhäufigkeit und Kauffrequenz. Segmentieren Sie Ihre Kunden beispielsweise nach Kaufhäufigkeit, kann die Betreffzeile bei Leads mit einer höheren Kaufhäufigkeit auf Stammkunden zugeschnitten sein (z.B. “Nur für Stammkunden”).

Sie interessieren sich dafür, wie Sie Ihre Kunden im Online-Shop unabhängig vom Newsletter segmentieren? Werfen Sie einen Blick in den Blogpost Kundensegmentierung: So segmentieren Sie Kunden nach Käufertypen.

4. Betreffzeile optimieren

Womit wir zur nächsten Möglichkeit kommen, mit der Sie die Öffnungsrate im Newsletter optimieren: die Betreffzeile. Schaut der Empfänger in sein Postfach und erblickt den zugestellten Newsletter, so entscheidet allen voran die Betreffzeile darüber, ob er die E-Mail anklickt, sie ignoriert oder gar löscht.

 

  • Halten Sie sich kurz: Gehen Sie immer davon aus, dass im Postfach gleich mehrere ungelesene E-Mails sind. Um sich abzuheben und die Aufmerksamkeit des Empfängers zu gewinnen, sollten Sie kurze, knappe Betreffzeilen formulieren. Die steigenden Aufrufe über Smartphones machen es nicht unbedingt leichter, denn um auf den meisten Smartphones vollständig angezeigt zu werden, dürfen Betreffzeilen nicht länger als 40 Zeichen lang sein (4-6 Wörter!).
  • Erfüllen Sie die Erwartungen: Formulieren Sie die Betreffzeile so, dass der Inhalt der E-Mail den Erwartungen gerecht wird. Auch wenn es zunächst verlockend erscheint: Erfüllt der Inhalt nicht die Erwartungen, kann es schnell zu Frustration und somit zur Abmeldung kommen. Sie wollen schließlich nicht, dass die Abmelderate steigt.
  • Nehmen Sie sich Zeit: Wieviel Zeit und Geld haben Sie in die Newsletter-Erstellung investiert? Sind Sie bereit, diese Investition mit einer unzureichenden Betreffzeile zu gefährden? Nehmen Sie sich lieber etwas mehr Zeit für die Betreffzeile. Auch wenn es nur wenige Wörter sind: sie entscheiden über die Öffnungen des Newsletters.
  • Vermeiden Sie Tippfehler: Achten Sie unbedingt darauf, Tippfehler zu vermeiden. Eine korrekte Rechtschreibung ist in der Betreffzeile wichtiger als in jedem anderen Bereich Ihres Newsletters.

5. Absendernamen anpassen

Auch der Absendername gehört neben der Betreffzeile zu den ersten Informationen, die Ihre Empfänger erhalten. Somit beeinflusst der Absendername die Newsletter Öffnungsrate maßgeblich. Er gibt Aufschluss darüber, von wem der Newsletter stammt und ist von zentraler Bedeutung beim Vertrauensaufbau. Hier erkennt der Empfänger, ob die E-Mail seriös ist. Möchten Sie die Öffnungsrate für Ihren Newsletter verbessern, gehört demnach auch der Absendername angepasst.

 

  • Vermeiden Sie “no-reply”-Adressen
  • Schaffen Sie eine persönliche Umgebung, indem Sie Namen bzw. Nachnamen verwenden
  • Integrieren Sie den Firmennamen in den Absendernamen

6. Versandzeitpunkt optimieren

Die Newsletter Öffnungsrate hängt zudem stark vom Versandzeitpunkt ab. Diese wiederum sollte sich immer an Ihre Zielgruppe anpassen, da ansonsten viel Potenzial verloren geht. Besteht Ihre Zielgruppe aus berufstätigen Millennials und bewegen Sie sich im B2C-Bereich? Wenn der Newsletter gegen Abend im Postfach erscheint, haben Sie die besten Chancen auf eine hohe Öffnungsrate. Ist Ihre Zielgruppe dagegen insbesondere im B2B-Bereich zu verorten? In diesem Fall ist der perfekte Versandzeitpunkt Dienstag bis Donnerstag während der regulären Arbeitszeit.

Dennoch sollten Sie solchen pauschalen Aussagen nicht ganz trauen, denn Ihre Empfängerliste ist Einzigartig. Nutzen Sie also die Versandzeitpunkt-Optimierung, die von den meisten professionellen Newsletter-Tools angeboten wird. So erfahren Sie auf die Minute genau, wann die perfekte Versandzeit für Ihre Empfänger ist. Haben Sie vorher Segmente erstellt, profitieren Sie auch jetzt davon, denn die Segmente werden sich sicherlich voneinander unterscheiden.

7. A/B-Testing durchführen

Nutzen Sie die Möglichkeiten, die Ihr Newsletter-Tool bietet! Je nach Tool und gebuchtem Paket gibt es unterschiedliche Möglichkeiten des Testings, die unter anderem Optimierungen hinsichtlich der Newsletter Öffnungsrate erlauben: Betreffzeile, Absendernamen und Versandzeitpunkt sind die offensichtlichen Testing-Möglichkeiten. Daneben können Sie auch Layout und Inhalt des Newsletters testen.

Nutzen Sie das Potenzial der Newsletter Öffnungsrate

Sie investieren Zeit und Geld, um Newsletter Leads zu generieren und Ihren Newsletter zu erstellen. Nutzen Sie also das volle Potenzial und optimieren Sie die Newsletter Öffnungsrate mit unseren 7 Tipps!

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Artikelautor

Online Marketing + Content

Harald Neuner

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Harald Neuner ist Co-Founder von “uptain”, der führenden Software-Lösung für die Rückgewinnung von Warenkorbabbrechern im DACH-Raum. Ein besonderes Anliegen ist es ihm, kleinen und mittleren Online-Shops Technologien zur Verfügung zu stellen, über die bisher vorwiegend die Großen im E-Commerce verfügten. Mit “uptain” ist ihm genau das möglich geworden.

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