Conversion Optimierung im Checkout: 10 Tipps

Checkout Optimierung in Online-Shops
Autor: Haydar Yuece // 10min

Der Checkout – eines der kritischsten Momente beim Online-Shoppen. Wenn sich ein Kunde in Ihrem Online-Shop aufhält und den Warenkorb fleißig füllt, sieht es zunächst gut für Sie aus. Die Sterne für einen Verkauf stehen augenscheinlich sehr günstig – zumindest für den Moment.

Was jetzt passiert, können sich viele Online-Händler oft nicht erklären. Doch die These dahinter ist simpel: Durch einen nicht userfreundlichen, teils holprigen und für den Nutzer unbequemen Checkout, bricht dieser den Bestellvorgang ab und wird somit zum Warenkorbabbrecher. So werden 70 bis 90 % aller Kaufprozesse vor dem Abschluss beendet. 7 von 10 Kunden lassen es also lieber bleiben, nur 3 von 10 mit einem gefüllten Warenkorb schlagen wirklich zu. Es bleibt festzuhalten, dass vor allem der Checkout großes Optimierungspotenzial bietet, um die Conversion Rate deutlich zu steigern. Erfahren Sie, wie Sie den Checkout optimieren.

Conversion Optimierung im Checkout: Warum brechen Kunden die Bestellung ab?

Die Reise eines Kunden von der Produktauswahl bis zum Checkout ist besonders kritisch und sensibel. Vor allem an der letzten Hürde, dem Checkout, scheitert oftmals der Verkauf. Dennoch wird die Optimierung der Conversion Rate im Checkout von vielen Shop-Betreibern vernachlässigt. Die Gründe für die Bestellabbrüche im Checkout sind unter anderem:

 

  • eine komplizierte Kaufabwicklung
  • die Eingabe unzähliger Daten
  • zu hohe Lieferkosten
  • technische Probleme und Ladefehler
  • eine unübersichtliche Gestaltung
  • begrenzte Zahlungsarten
  • fehlendes Vertrauen
  • Ablenkung durch falsch platzierte Teaser und Banner

 

Im Gegensatz dazu bietet ein userfreundlicher Checkout die besten Chancen, Kaufabbrüche zu verhindern und dadurch die Conversion Rate und den Umsatz deutlich zu erhöhen.

Unsere 10 besten Tipps: Wie Sie Ihre Conversion Rate im Checkout verbessern

Wir verhindern Sie also, dass der teils teuer generierte Besucherstrom den Einkauf kurz vor der Abwicklung abbricht? Die Erfolgsfaktoren für einen einwandfreien Checkout sind sehr unterschiedlich. Mit diesen 10 Tipps senken Sie die Abbruchrate spürbar.

Tipp 1: Halten Sie den Bestellvorgang kurz

Wir haben heute immer weniger Zeit und so muss auch eine Online-Bestellung schnell gehen. Der Kaufabschluss ist daher idealerweise in maximal fünf Schritten abgewickelt. Dabei sollten Datenabfragen auf ein Minimum reduziert werden. So sinkt die Wahrscheinlichkeit eines Checkout-Abbruchs deutlich.

Checkout Optimierung

Eine Möglichkeit für die Checkout Optimierung bietet Ihnen zum Beispiel der Single-Page Checkout. Hier finden sich alle Felder auf einer Seite und der Kunde kann übersichtlich in nur wenigen Klicks die Bestellung tätigen. Häufiger kommen jedoch die sogenannten Multi-Page-Checkouts zum Einsatz. Stellen Sie hier sicher, dass der Kunde visuell durch den Prozess geleitet wird und immer weiß, an welchem Punkt des Checkouts er sich gerade befindet.

Tipp 2: Gastbestellung möglich machen

Ein Kundenkonto anzulegen, bevor man überhaupt bestellen kann, schreckt ab und führt häufig zum Abbruch des Kaufvorgangs. Heute sind immer weniger User bereit, sich während des Checkouts zu registrieren. Mit dem Angebot der Gastbestellung geben Sie Ihren Kunden die Möglichkeit, auch bequem ohne Registrierung zu bestellen, was die Conversion Rate deutlich verbessert. Viele Käufer werden die erste Bestellung nur mit einem Gastzugang tätigen.

conversion checkout gastbestellung

Sicher sind Kundenkonten für Sie als Unternehmen wichtig, um für einen langfristigen Umsatz zu sorgen. Genau deshalb bietet es sich an, eiligen Gastbestellern das Anlegen eines Kundenkontos einfach zu machen – und zwar außerhalb des Kaufprozesses: Nutzen Sie die „Dankeseite“ oder die Bestellbestätigung für den appellierenden Hinweis der schnellen Registrierung (nach dem Kauf). Schließlich wurden die Daten an dieser Stelle bereits eingegeben.

Eine weitere Möglichkeit für die Optimierung der Conversion Rate im Checkout ist es – neben dem Kundenkonto – die Anmeldung über den eigenen Social-Media-Kanal anzubieten. Das erleichtert den Vorgang und wird von den Usern häufig gut akzeptiert.

Tipp 3: Vertrauen schaffen

Nur wer heute noch das Vertrauen der User gewinnt, kann Umsätze durch Verkäufe generieren. Für die Conversion Optimierung im Checkout verwenden Sie vertrauensbildende Elemente, die der User kennt und mit Sicherheit in Verbindung bringt.

Gut geeignet sind dazu Online-Gütesiegel, wie das Trusted Shops-Siegel, eine TÜV-Zertifizierung oder das EHI-Handels-Siegel. Um die Echtheit zu garantieren, muss ein Gütesiegel von Ihrem Online-Shop durch einen Mausklick auf die Seite des Gütesiegelbetreibers führen, wo das gültige Prüfzertifikat angezeigt wird, den Sie durch die Teilnahme und Prüfung an der Zertifizierung erhalten.

conversion optimierung siegel

Weitere Trustelemente, die den Vertrauensaufbau zu Ihren potenziellen Kunden erleichtern, sind:

  • Hinweis auf SSL-Verschlüsselung der Daten beim Kaufprozess
  • Übersichtliches Impressum
  • Glaubwürdige Vorstellung Ihres Unternehmens und des Teams
  • Direkt sichtbare Kontaktdaten
  • Transparente Kostengestaltung
  • Zugängliche Hinweise auf Versandkosten, Versanddauer sowie Rückgabe- und Widerrufsrechte
  • Bewertungen anderer Kunden
  • Zertifikate oder Urkunden, die Ihre Glaubwürdigkeit steigern

Sie möchten mehr über das Konzept des Vertrauens im E-Commerce erfahren? Lesen Sie den Blogbeitrag Vertrauen schaffen im E-Commerce.

Tipp 4: Klarer Bestellprozess und Kundenvorteile erhöhen die Conversion Rate im Checkout

Leiten und begleiten Sie Ihre Kunden durch den Bestellprozess und halten Sie Kundenvorteile bereit. Ein klarer Bestellprozess mit einem starken Fokus auf die Nutzerfreundlichkeit gehört zu den wichtigsten Elementen der Checkout Optimierung und beginnt bereits bei der ausführlichen Beschreibung Ihrer Produkte.

 

  • Nutzen Sie hochwertige Fotos, präsentieren Sie Ihre Produkte in einer 360 Grad Ansicht oder sogar in einem Video. Auch ein Konfigurator, bei dem Kunden Ihre Produkte selbst zusammenstellen können, kann gut ankommen.
  • Implementieren Sie gut sichtbare Buttons mit klaren Aufschriften, wie „Weiter einkaufen“ und „Zur Kasse“ in optisch auffälligen Farben. Auch gut sichtbare Gutschein- oder Rabattcode-Felder sollten nicht fehlen.
  • Zeigen Sie den Bestellweg mit Hilfe von Breadcrumbs an. So hat der Kunde zu jeder Zeit den Überblick, wo er sich derzeit im Einkaufsprozess befindet. Das sorgt für mehr Motivation, um am Ball zu bleiben.
  • Nutzen Sie Tools, wie Google Autofill, damit Kunden ihre Formulare bequem automatisch ausfüllen lassen können.
  • Integrieren Sie neben erklärungsbedürftigen Feldern direkt weiterführende Informationen.
  • Geben Sie Kunden weiterhin die Möglichkeit, sich bei Schwierigkeiten direkt mit Ihnen per Telefon, E-Mail oder am besten mit einem Live-Chat in Verbindung zu setzen.
  • Erhöhen Sie die Attraktivität einer Bestellung bei Ihnen mit einem kostenlosen Versand und Rückversand. Mehr als 60% der Online-Käufer kaufen bevorzugt bei Online-Shops, die den Versand kostenfrei anbieten.

TIPP 5: Strategische CTAs: Exit Intent Popups

Popups sind eine weitere Möglichkeit für die Conversion Optimierung im Checkout. Diese funktionieren für viele Unternehmen zur Optimierung der Conversion Rate gut. Es zeigt sich, dass Sie mit personalisierten Exit Intent Popups die Quote der Warenkorbabbrüche um rund 30% reduzieren können.

Bei uns von uptain zum Beispiel erkennt eine smarte Exit Intent Software die Gründe für einen Kaufabbruch und kann den Kunden damit ganz individuell unterstützen und so aus einem noch unentschlossenen Besucher kurz vor dem Abbruch doch noch einen Kunden machen.

Conversions Exit Intent Popups

TIPP 6: Session Time-Out verhindern

Es gibt eine Menge Käufer, die einen Warenkorb füllen, den Prozess dann erst einmal unterbrechen, um zu einem späteren Zeitpunkt fortzufahren. Nichts ist jetzt für den Kunden ärgerlicher, als wenn der Warenkorb wieder leer ist. Die Chance, dass dieser jetzt noch einmal von vorne beginnt, ist ziemlich gering.

Die Conversion Rate im Checkout lässt sich steigern, wenn Sie die Speicherung von Präferenzen und den Warenkorb-Einkauf für den nächsten Kundenbesuch ermöglichen.

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Tipp 7: Auswahl an vielseitigen Zahlungsarten

Die gewünschten Produkte liegen im Warenkorb und die Kontaktdaten sind eingegeben. Auch jetzt noch wird der Kaufvorgang im letzten Schritt des Checkouts oft genug abgebrochen: die Bezahlung. Bieten Sie Ihren Kunden eine gute Auswahl an Zahlungsarten an, die Ihre Zielgruppe bevorzugt nutzt. Die Klassiker der Zahlungsoptionen sind Vorkasse, Nachnahme, Lastschriftverfahren und Kreditkarte.

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Über 40% der Käufer nutzen bevorzugt die Zahlungsoption „Kauf auf Rechnung“. Hier besteht für Sie als Betreiber das höchste Risiko auf Zahlungsausfall. Optional können Sie mit Drittanbietern, wie Klarna, zusammenarbeiten, um den Rechnungskauf ohne Risiko zu ermöglichen. Ebenso sollte die Zahlungsart PayPal heute nicht mehr fehlen. Optional empfiehlt sich Google Pay und Apple Pay.

Werfen Sie einen genaueren Blick auf die gängigen Zahlungsarten, um Ihren Kunden die richtige Auswahl an Zahlungsmethoden anzubieten.

Tipp 8: Remarketing mit Warenkorbabbruch-Mails

Was ist jetzt aber, wenn ein Kunde bereits den Kaufprozess abgebrochen hat? Der Kunde ist noch lange nicht verloren. Mit einem strategischen Remarketing lässt sich aus einem Warenkorbabbrecher doch noch ein Kunde machen.

Mit uptain erhöhen Sie die Conversion Rate im Checkout mit personalisierten Warenkorbabbruch-Mails. Das innovative E-Mail Retargeting passt sich dabei individuell dem Abbruchgrund an und holt Warenkorbabbrecher zurück.

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Der Versand der E-Mails erfolgt nach einer definierten Zeit automatisch, sobald ein Kunde den Bestellvorgang abbricht. Laut Statistik werden rund 47% dieser Art von E-Mails geöffnet und mehr als 30% in Klicks umgewandelt. Das kann zu einer signifikanten Umsatzsteigerung führen.

Die Inhalte der Warenkorbabbruch-Mails sind dabei personalisiert und mit Click-to-Action-Schaltflächen versehen. Sie werden zudem mit einem Kaufanreiz kombiniert und sind auf mobile Designs optimiert, was heute, wo über 50% der User über das Smartphone im Internet surfen, besonders wichtig ist.

Sie wollen wissen, wie erfolgreiche Warenkorbabbruch-Mails aussehen? Lesen Sie den Blogbeitrag E-Mail nach Warenkorbabbruch: Beispiele & Vorlagen.

Tipp 9: Mobile First Design für die Checkout Optimierung

Der Bestellprozess Ihres Online-Shops sollte unbedingt auf mobile Webseiten optimiert sein, denn die Zahl der Käufe, die über mobile Geräte getätigt werden, steigt kontinuierlich an.

Dazu müssen die Inhalte auf das kleine Format der Smartphone-Bildschirme angepasst werden. Es gilt dabei unter anderem auf größere Buttons, kurze Checkouts, schnelle Ladezeiten und ein mobiles UI-Element, anstelle von Dropdown-Menüs für die Conversion Optimierung im Checkout, zu achten. Auch Lösungen wie Exit Intent Popups sind idealerweise für Mobilgeräte optimiert.

Tipp 10: Personalisierte Newsletter-Popups

Mit passenden und personalisierten Newsletter-Popups machen Sie aus unbekannten Interessenten E-Mail Leads. Sobald ein Shop-Besucher Interesse an den Produkten zeigt, diese jedoch nicht kauft, erscheint ein individuell zugeschnittenes Slide-In, welches den User personalisiert anspricht.

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So ist es möglich, aus zögernden und unentschlossenen Besuchern ganz automatisch, unaufdringlich und DSGVO-konform Newsletter Abonnenten zu machen, woraus wiederum neue Kunden konvertieren.

Checkout – ein kritischer Moment

Der Checkout ist ein äußerst kritischer Moment in der Customer Journey. Gezielte Maßnahmen der Conversion Optimierung senken die Abbruchrate deutlich und steigern so den Umsatz. Der große Vorteil: Viele Optimierungen lassen sich schnell und einfach in den Shop implementieren.

 

  • Warenkorbabbrecher: Umfassender Leitfaden für Online-Shops

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  • Alpha Industries steigert die Bestellungen um 10%

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  • uptain Software gegen Kaufabbrüche in Online Shops

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