Conversion Optimierung im Checkout: 10 Tipps

Checkout Optimierung in Online-Shops
Autor: Haydar Yuece // 9min

Heute soll es um die Conversion Optimierung im Checkout und damit um die wichtigste Metrik im E-Commerce gehen. Wenn sich ein Kunde in Ihrem Online-Shop aufhält und den Warenkorb fleißig füllt, sieht es gut für Sie aus – die Sterne für einen Verkauf stehen augenscheinlich sehr günstig.

Was jetzt passiert, können sich viele Online-Shop-Anbieter, vielleicht auch Sie, nicht erklären. Doch die These dahinter ist simpel: Durch einen unoptimierten, teils holprigen und für den Nutzer unbequemen Checkout, bricht dieser den Bestellvorgang ab und wird somit zum Warenkorbabbrecher. So werden 70 bis 90 % aller Kaufprozesse vor dem Abschluss beendet. 7 von 10 Kunden lassen es also lieber bleiben, nur 3 von 10 schlagen wirklich zu. Es bleibt festzuhalten, dass vor allem der Checkout großes Optimierungspotenzial bietet, um die Conversion Rate deutlich zu steigern. Deshalb dreht sich dieser Beitrag darum, wie Online-Shops den Checkout optimieren.

Conversion Optimierung im Checkout: Warum brechen Kunden die Bestellung ab?

Die Reise eines Kunden von der Produktauswahl bis zum Checkout ist besonders kritisch und sensibel. Vor allem an der „letzten Hürde“, dem Checkout, scheitert oftmals der Verkauf. Dennoch wird die Optimierung der Conversion Rate im Checkout von vielen Shop-Betreibern vernachlässigt. Die Gründe für die Bestellabbrüche im Checkout sind unter anderem:

 

  • eine komplizierte Kaufabwicklung
  • die Eingabe unzähliger Daten
  • zu hohe Lieferkosten
  • technische Probleme und Ladefehler
  • eine unübersichtliche Gestaltung
  • begrenzte Zahlungsarten
  • fehlendes Vertrauen
  • Ablenkung durch falsch platzierte Teaser und Banner

Unsere 10 besten Tipps: Wie Sie Ihre Conversion Rate im Checkout verbessern

Tipp 1: Halten Sie den Bestellvorgang kurz

Wir haben heute immer weniger Zeit und so muss auch eine Online-Bestellung schnell gehen. Der Kaufabschluss ist idealerweise in maximal fünf Schritten abgewickelt. Dabei sollten Datenabfragen auf ein Minimum reduziert werden.

Checkout Optimierung

Eine Möglichkeit für die Checkout Optimierung bietet Ihnen zum Beispiel der Single-Page Checkout. Hier finden sich alle Felder auf einer Seite und der Kunde kann übersichtlich in nur wenigen Klicks die Bestellung tätigen. Häufiger kommen jedoch die sogenannten Multi-Page-Checkouts zum Einsatz. Stellen Sie hier sicher, dass der Kunde visuell durch den Prozess geleitet wird.

Tipp 2: Gastbestellung möglich machen

Ein Kundenkonto anzulegen, bevor man überhaupt bestellen kann, schreckt häufig ab und führt zum Abbruch. Heute sind immer weniger User bereit, sich im Checkout bei noch einem Online-Shop zu registrieren. Mit dem Angebot der Gastbestellung geben Sie Ihren Kunden die Möglichkeit, auch bequem ohne Registrierung zu bestellen, was die Conversion Rate deutlich verbessert.

conversion checkout gastbestellung

Sicher sind Kundenkonten für Sie als Unternehmen wichtig, um für einen langfristigen Umsatz zu sorgen. Genau deshalb bietet es sich an, eiligen Gastbestellern das Anlegen eines Kundenkontos einfach zu machen – und zwar außerhalb des Kaufprozesses: Nutzen Sie die „Dankeseite“ oder die Bestellbestätigung für den appellierenden Hinweis der schnellen Registrierung (nach dem Kauf) – schließlich wurden die Daten an dieser Stelle bereits eingegeben.

Eine weitere Möglichkeit für die Optimierung der Conversion Rate im Checkout ist es – neben dem Kundenkonto – die Anmeldung über den eigenen Social-Media-Kanal anzubieten. Das erleichtert den Vorgang und wird von den Usern häufig gut akzeptiert.

Tipp 3: Vertrauen schaffen

Nur wer heute noch das Vertrauen der User gewinnt, kann Umsätze durch Verkäufe generieren. Für die Conversion Optimierung im Checkout verwenden Sie vertrauensbildende Elemente, die der User kennt und mit Sicherheit in Verbindung bringt.

Gut geeignet sind dazu Online-Gütesiegel, wie das Trusted Shops-Siegel, eine TÜV-Zertifizierung oder das EHI-Handels-Siegel. Um die Echtheit zu garantieren, muss ein Gütesiegel von Ihrem Online-Shop durch einen Mausklick auf die Seite des Gütesiegelbetreibers führen, wo das gültige Prüfzertifikat angezeigt wird, den Sie durch die Teilnahme und Prüfung an der Zertifizierung erhalten.

conversion optimierung siegel

Ein weiteres Trustelement ist der Hinweis der SSL-Verschlüsselung der Daten beim Kaufprozess. Mehr Vertrauen schaffen Sie ebenso mit einem übersichtlichen Impressum, einer gut gestalteten und glaubwürdigen Vorstellung Ihres Unternehmens und des Teams, Ihrer gut präsentierten Firmenethik sowie direkt sichtbarer Kontaktdaten, einer transparenten Kostengestaltung und zugänglichen Hinweisen auf Versandkosten, Rückgabe- und Widerrufsrechte. Implementieren Sie gute Bewertungen und andere, für den User wichtige Zertifikate oder Urkunden, die Ihre Glaubwürdigkeit steigern.

Sie möchten mehr über das Konzept des Vertrauens im E-Commerce erfahren? Lesen Sie den Blogbeitrag Vertrauen schaffen im E-Commerce.

Tipp 4: Klarer Bestellprozess und Kundenvorteile erhöhen die Conversion Rate im Checkout

Leiten und begleiten Sie Ihre Kunden durch den Bestellprozess und halten Sie Kundenvorteile bereit. Das beginnt bereits bei der ausführlichen Beschreibung Ihrer Produkte.

 

  • Nutzen Sie hochwertige Fotos, präsentieren Sie Ihre Produkte in einer 360 Grad Ansicht oder sogar in einem Video. Auch ein Konfigurator, bei dem Kunden Ihre Produkte selbst zusammenstellen können, kann gut ankommen.
  • Implementieren Sie gut sichtbare Buttons mit klaren Aufschriften, wie „Weiter einkaufen“ und „Zur Kasse“ in optisch auffälligen Farben. Auch gut sichtbare Gutschein- oder Rabattcode-Felder sollten nicht fehlen.
  • Zeigen Sie den Bestellweg mit Hilfe von Breadcrumbs an. So hat der Kunde zu jeder Zeit den Überblick, wo er sich derzeit im Einkaufsprozess befindet. Das sorgt für mehr Motivation, um am Ball zu bleiben.
  • Nutzen Sie Tools, wie Google Autofill, damit Kunden ihre Formulare bequem automatisch ausfüllen lassen können.
  • Integrieren Sie neben erklärungsbedürftigen Feldern direkt weiterführende Informationen.
  • Geben Sie Kunden weiterhin die Möglichkeit, sich bei Schwierigkeiten direkt mit Ihnen per Telefon, E-Mail oder am besten mit einem Live-Chat in Verbindung zu setzen.
  • Erhöhen Sie die Attraktivität einer Bestellung bei Ihnen mit einem kostenlosen Versand und Rückversand. Mehr als 60 % der Online-Käufer kaufen bevorzugt bei Online-Shops, die den Versand kostenfrei anbieten.

TIPP 5: Strategische CTAs: Exit Intent Popups

Popups sind eine weitere Möglichkeit für die Conversion Optimierung im Checkout. Diese funktionieren, gegenteilig der meisten Annahmen, für viele Unternehmen zur Optimierung der Conversion Rate gut. Es zeigt sich, dass Sie mit personalisierten Exit Intent Popups die Quote der Warenkorbabbrüche um rund 30 % reduzieren können.

Conversions Exit Intent Popups

Bei uns von uptain zum Beispiel erkennt eine smarte Exit Intent Software die Gründe für einen Kaufabbruch und kann den Kunden damit ganz individuell unterstützen und so aus einem noch unentschlossenen Besucher kurz vor dem Abbruch doch noch einen Kunden machen.

TIPP 6: Session Time-Out verhindern

Es gibt eine Menge Käufer, die einen Warenkorb füllen, den Prozess dann erst einmal unterbrechen, um zu einem späteren Zeitpunkt fortzufahren. Nichts ist jetzt für den Kunden ärgerlicher, als wenn der Warenkorb wieder leer ist. Die Chance, dass dieser jetzt noch einmal von vorne beginnt, ist ziemlich gering.

Die Conversion Rate im Checkout lässt sich steigern, wenn Sie die Speicherung von Präferenzen und den Warenkorb-Einkauf für den nächsten Kundenbesuch ermöglichen.

Tipp 7: Auswahl an vielseitigen Zahlungsarten

Bieten Sie Ihren Kunden eine gute Auswahl an Zahlungsarten an, die Ihre Zielgruppe bevorzugt nutzt. Die Klassiker sind Vorkasse, Nachnahme, Lastschriftverfahren und Kreditkarte.

conversion rate zahlungsarten

Über 40 % der Käufer nutzen bevorzugt den „Kauf auf Rechnung“. Hier besteht für Sie als Betreiber das höchste Risiko auf Zahlungsausfall. Optional können Sie mit Drittanbietern, wie Klarna, zusammenarbeiten, um den Rechnungskauf ohne Risiko zu ermöglichen. Ebenso sollte die Zahlungsart PayPal heute nicht mehr fehlen. Optional empfiehlt sich Google Pay und Apple Pay.

Werfen Sie einen genaueren Blick auf die gängigen Zahlungsarten, um Ihren Kunden die richtige Auswahl an Zahlungsmethoden anzubieten.

Tipp 8: Remarketing mit Warenkorbabbruch-Mails

Was ist jetzt aber, wenn ein Kunde bereits den Kaufprozess abgebrochen hat? Vielleicht denken Sie auch, wie die meisten Shop-Betreiber, der Kunde sei verloren. Mit einem strategischen Remarketing lässt sich aus einem Warenkorbabbrecher doch noch ein Kunde machen.

Wir bei uptain erhöhen die Conversion Rate im Checkout mit personalisierten Warenkorbabbruch-Mails. Das innovative E-Mail Retargeting passt sich dabei individuell dem Abbruchgrund an und holt Warenkorbabbrecher zurück.

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Der Versand der E-Mails erfolgt nach einer definierten Zeit automatisch, sobald ein Kunde den Bestellvorgang nicht beendet. Laut Statistik werden rund 47% dieser Art von E-Mails geöffnet und mehr als 30 % in Klicks umgewandelt. Das kann zu einer Umsatzsteigerung von bis zu 4% führen.

Die Inhalte der Warenkorbabbruch-Mails sind dabei personalisiert und mit Click-to-Action-Schaltflächen versehen. Sie werden zudem mit einem Kaufanreiz kombiniert und sind auf mobile Designs optimiert, was heute, wo über 50% der User über das Smartphone ins Internet gehen, besonders wichtig ist.

Sie wollen wissen, wie erfolgreiche Warenkorbabbruch-Mails aussehen? Lesen Sie den Blogbeitrag E-Mail nach Warenkorbabbruch: Beispiele & Vorlagen.

Tipp 9: Mobile First Design für die Checkout Optimierung

Der Bestellprozess Ihres Online-Shops sollte unbedingt auf mobile Webseiten optimiert sein, denn die Zahl der Käufe, die über mobile Geräte getätigt werden, steigt kontinuierlich an.

mobile first checkout conversion optimierung

Dazu müssen die Inhalte auf das kleine Format der Smartphone-Bildschirme angepasst werden. Es gilt dabei unter anderem auf größere Buttons, kurze Checkouts, schnelle Ladezeiten und ein mobiles UI-Element, anstelle von Dropdown-Menüs für die Conversion Optimierung im Checkout, zu achten. Auch Lösungen wie Exit Intent Popups sind idealerweise für Mobilgeräte optimiert.

Tipp 10: Personalisierte Newsletter-Popups

Mit passenden und personalisierten Newsletter-Popups machen Sie aus unbekannten Interessenten E-Mail Leads. Sobald ein Shop-Besucher Interesse an den Produkten zeigt, diese jedoch nicht kauft, erscheint ein individuell zugeschnittenes Slide-In, welches den User personalisiert anspricht.

Conversions nachhaltig steigern Newsletter

So ist es möglich, aus zögernden und unentschlossenen Besuchern ganz automatisch, unaufdringlich und DSGVO-konform Newsletter Abonnenten zu machen, woraus wiederum neue Kunden konvertieren.

Checkout – ein kritischer Moment

Der Checkout ist ein äußerst kritischer Moment in der Customer Journey. Gezielte Maßnahmen der Conversion Optimierung senken die Warenkorbabbrüche deutlich und steigern so den Umsatz. Der große Vorteil: Viele Optimierungen lassen sich schnell und einfach in den Shop implementieren.

 

 

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