Leitfaden zum Newsletter Marketing im E-Commerce

Beitragsbild mit der Aufschrift: Newsletter Marketing: So stärken Sie die Kundenbeziehung und erhöhen den Umsatz im E-Commerce
Autor: Harald Neuner // 18min

Erfahren Sie in diesem Leitfaden, wie Sie Newsletter Marketing für Ihren Online-Shop einsetzen können, um eine langfristige Kundenbeziehung aufzubauen und den Umsatz zu erhöhen.

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Das Wichtigste in Kürze

Zusammenfassung & Erkenntnisse

Zusammenfassend zeigt sich, dass die effektive Nutzung von Newsletter- bzw. E-Mail-Marketing entscheidend für den Aufbau langfristiger Kundenbeziehungen und die Steigerung des Lifetime Customer Value ist. Erfolgreiches Newsletter Marketing erfordert eine gut segmentierte Abonnentenliste und die Festlegung klarer Ziele und das Verständnis für die eigene Zielgruppe. Inhalte, die auf die Bedürfnisse und Interessen der Zielgruppe zugeschnitten sind, zusammen mit einem ansprechenden Design und einem klaren Call-to-Action, erhöhen die Öffnungs- und Klickraten. Personalisierung ist dabei ein Schlüssel zum Erfolg. Regelmäßige Überprüfungen und Anpassungen der Kampagnen auf Basis von KPI Analysen sichern die Effizienz und die Erreichung der Ziele. Trends wie künstliche Intelligenz und Datenanalyse bieten neue Möglichkeiten für eine noch präzisere Zielgruppenansprache und sollten in zukünftigen Strategien berücksichtigt werden.

Wer kennt’s nicht: Man öffnet morgens das E-Mail Postfach und blickt meistens auf mindestens eine Newsletter Mail mit neuen Angeboten. E-Mail Marketing gehört zu den meistgenutzten digitalen Marketingkanälen und speziell Newsletter Marketing ist die weltweit am häufigsten betriebene Kampagnenart innerhalb des E-Mail Marketings.1
Das ist nicht verwunderlich, weil Newsletter Marketing eine effektive Methode ist, direkt mit der eigenen Zielgruppe zu kommunizieren und diese mit maßgeschneiderten Inhalten zu versorgen. Schauen wir uns aktuelle Marktstudien über das Return-on-Investment im E-Mail Marketing an, so lässt sich festhalten, dass hier durchschnittlich dreistellige Prozentzahlen erreicht werden können.2

Mit diesem Leitfaden bekommen Sie eine Schritt-für-Schritt Anleitung und wertvolle Tipps mit an die Hand, um erfolgreich mit dem Newsletter Marketing zu starten oder Ihre bestehende Kampagne zu optimieren:

Warum macht Newsletter Marketing Sinn?

Newsletter Marketing, bzw. E-Mail Marketing ist eine effektive Methode, um direkt mit Ihrer Zielgruppe zu kommunizieren, langfristige Kundenbeziehungen aufzubauen und einen höheren Customer Lifetime Value zu erzielen. Nicht umsonst gehört E-Mail Marketing zu den meistgenutzten Marketingkanälen weltweit. 3

Hier sind einige der wichtigsten Vorteile:

  • Direkter Kontakt zu Kunden: Newsletter ermöglichen es, Informationen und Angebote direkt an die Zielgruppe zu senden und so eine persönliche Ebene zu schaffen.
  • Kosteneffizienz: Im Vergleich zu anderen Marketingformen ist E-Mail Marketing relativ kostengünstig und kann daher einen hohen ROI (Return-on-Investment) erzielen
  • Steigerung der Markenbekanntheit: Regelmäßige Newsletter halten Ihre Marke im Gedächtnis der Kunden und unterstützen Markentreue.
  • Mehr Traffic: Durch das Einbinden von Links in den Newsletter können Unternehmen den Traffic auf ihrer Website signifikant erhöhen.
  • Messbare Ergebnisse: Die Performance von Newslettern kann durch Klick- und Öffnungsraten leicht gemessen und optimiert werden.
  • Zielgerichtete Inhalte: Inhalte können auf die Interessen und Bedürfnisse verschiedener Kundensegmente zugeschnitten werden, was die Relevanz und Effektivität erhöht.
  • Umsatzsteigerung: Durch exklusive Angebote und Produktinformationen in Newslettern können direkt Verkäufe generiert werden.

Was wird für Newsletter Marketing benötigt?

Es gibt zwei wichtige Dinge die wir für professionelles Newsletter Marketing brauchen:

  • Eine Liste mit E-Mail Adressen – sprich Newsletter Abonnenten
  • Eine E-Mail Marketing Software

1. Newsletter Abonnenten gewinnen

Eins ist klar: Ohne eine Liste mit E-Mail-Adressen kann auch kein Newsletter versendet werden. Um den Erfolg von unserem Newsletter kontinuierlich zu steigern, ist nicht nur eine fortlaufende Optimierung anhand von relevanten KPIs wichtig, sondern auch ein Wachstum der Abonnentenliste.

So kann beispielsweise auch einer Schrumpfung der Liste durch Newsletter Abmeldungen entgegengewirkt werden. Eine der besten Methoden, um neue Abonnenten zu gewinnen, sind sogenannte Newsletter Popups.

Diese können mit einem Plugin im Online-Shop installiert werden. Newsletter-Popups sind dezent eingeblendete Formulare am Bildschirmrand, die beim Klick darauf aufklappen. Diese Popups sollten nicht erschlagend wirken oder nervig sein, d.h. sich nicht sofort nach dem Seitenaufruf entfalten.

 

Erfolgsgeschichte: Wachholder Express erzielt eine Conversion Rate von 70 % bei Newsletter Popups

 

Ein personalisiertes Popup, das im richtigen Moment erscheint, kann die Anmeldequote deutlich erhöhen. Wichtig ist aber, dass die Popups individualisiert sind und dem Besucher genau im richtigen Moment angezeigt werden, den möglichst passenden Wortlaut und Inhalt für den jeweiligen Besucher enthalten.

 

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2. Die Wahl der richtigen E-Mail Marketing Software für den Newsletter Versand

Eine gute E-Mail Marketing Software ist das technische Fundament und für den langfristigen Betrieb sorgfältig auszuwählen. Die ideale Plattform bietet neben einer intuitiven Benutzeroberfläche auch moderne Segmentierungs-, Personalisierungs- und Automatisierungsfunktionen.

Zusätzlich sollten Sie darauf achten, dass das Tool DSGVO-konform ist. Beliebte Anbieter bieten vielseitige Vorlagen und Designfunktionen, um die Erstellung zu vereinfachen und zu beschleunigen.

Checkliste: Wahl der richtigen E-Mail Marketing Software

  1. Benutzerfreundlichkeit und intuitives Design: Eine einfach zu bedienende Oberfläche spart Zeit und erleichtert den Einstieg. Fortschrittliche/ moderne Funktionen sollten dennoch vorhanden sein
  2. Automatisierungs- und Funktionen zur Personalisierung: Dieser Funktionsbereich ist notwendig, um die Hauptvorteile von Newsletter Marketing zu nutzen: Automatisieren Sie Kampagnen und personalisieren Sie Nachrichten, um die Relevanz zu erhöhen
  3. Segmentierungsmöglichkeiten: Durch gezielte Ansprache einzelner Gruppen können Sie relevantere Inhalte senden. Beispiel: Interessenten von bestimmten Produktkategorien
  4. Zuverlässige Zustellbarkeit und Spam-Prüfung: Eine gute Zustellbarkeit sorgt dafür, dass Ihre E-Mails im Posteingang landen und nicht im Spam.
  5. Umfassende Analyse- und Berichtsfunktionen: Wichtig, um Kampagnen zu optimieren und den ROI zu kontrollieren.
  6. Integrationen mit anderen Tools und Plattformen: Erhöht Effizienz und Automatisierungsmöglichkeiten.
  7. Limitierungen bezüglich Abonnentenzahl und anderen Ressourcen: Um Überraschungen zu vermeiden, sollten Sie sich mit den verschiedenen Limits und Tarifen auseinandersetzen.
  8. Kundensupport und Lernressourcen: Zugang zu Hilfe und Informationen, falls Sie diese benötigen sollten.
  9. Datenschutz- und Sicherheitsstandards: Wichtig, um Datenschutzgesetze einzuhalten und um die Daten Ihrer Kunden und Ihres Unternehmens zu schützen.
  10. Bewertungen und Nutzer Empfehlungen: Schauen Sie sich die unabhängige Erfahrungen anderer Nutzer anWeiterführende Informationen zur Auswahl der richtigen Software finden Sie in unserem E-Mail Marketing Ratgeber.

Weiterführende Informationen zur Auswahl der richtigen Software finden Sie in unserem E-Mail Marketing Ratgeber.

3. Ziele im Newsletter Marketing

Bevor Sie Ihren ersten Newsletter versenden, ist es wichtig, klare Ziele zu definieren.
Dazu sollten Sie sich zuerst fragen, welche Inbound Marketingmaßnahmen bereits stattfinden und welches Unternehmensziel damit verfolgt wird.

Was sind Inbound Marketingmaßnahmen?

Inbound Marketingmaßnahmen ziehen Kunden durch nützliche, relevante Inhalte und Interaktionen an, statt auf aufdringliche Werbetechniken zu setzen. Beispiele hierfür sind
informative Blogbeiträge, E-Books, ansprechende Social Media Posts und Webinare. Diese Maßnahmen helfen dabei, Vertrauen und Glaubwürdigkeit aufzubauen und fördern eine positive Kundenbeziehung.

Bevor Sie mit dem Newsletter Marketing starten, sollte definiert werden, welche Ziele damit erreicht werden müssen, um übergeordnete Unternehmensziele zu unterstützen. Möchten Sie die Verkaufszahlen von einem bestimmten Produkt erhöhen, ein neues Produkt bewerben oder die Kundenbindung mit Gutscheinmarketing pflegen? Welche strategischen Ziele hat überhaupt die Verwendung des Newsletters für Ihr Unternehmen?

Strategische Beispielziele:

  • Markenbekanntheit steigern: Durch regelmäßige Newsletter kann ein Unternehmen seine Marke stärken und sich im Bewusstsein der Zielgruppe verankern.
  • Cross-Selling und Up-Selling: Durch gezielte Angebote und Produktvorschläge in Newslettern können Unternehmen bestehende Kunden dazu animieren, mehr oder höherwertige Produkte zu kaufen.
  • Umsatzsteigerung: Durch die Bewerbung von Produkten, Angeboten und Rabatten in Newslettern können Unternehmen den Umsatz direkt ankurbeln.

Nutzen Sie wichtige Marketing KPIs wie ROI, Conversion Rate oder Öffnungsraten, um kleinere Zwischenziele zu erstellen:

Beispielziele:

  • Monatlich X% mehr Newsletter Abonnenten gewinnen
  • Monatlich X neue Kunden gewinnen
  • Die Conversion Rate um X% erhöhen
  • Die Newsletter Öffnungs- und Klickrate um X% erhöhen

Nachdem Sie die Ziele festgelegt haben, entwickeln Sie eine auf Ihre Zielgruppe zugeschnittene Strategie. Berücksichtigen Sie dabei die Interessen und Bedürfnisse Ihrer Abonnenten, um Inhalte zu erstellen, die nicht nur informieren, sondern auch zu einer konkreten Handlung anregen (Stichwort: Call to Action).

4. Zielgruppe verstehen

Um das Newsletter Marketing perfekt auslegen zu können, müssen Sie Ihre Zielgruppe verstehen und definieren können. Überlegen Sie, welche Personen an Ihren Produkten interessiert sind und welche Merkmale diese aufweisen. Erstellen Sie beispielsweise Buyer Personas, um einen tieferen Einblick in die Bedürfnisse und Wünsche Ihrer potenziellen Kunden zu bekommen:

Infografik zeigt die wichtigen Aspekte zum Erstellen von Buyer Persona

Best Practices zum Erstellen von Personas (auch Personae):

  • Forschen Sie gründlich: Nutzen Sie Umfragen, Interviews und Marktdaten.
  • Definieren Sie demografische Merkmale: Alter, Geschlecht, Beruf.
  • Berücksichtigen Sie psychografische Aspekte: Interessen, Hobbys, Werte.
  • Analysieren Sie das Nutzerverhalten: Einkaufsgewohnheiten, Mediennutzung.
  • Entwickeln Sie spezifische Szenarien und Bedürfnisse für jede Persona.
  • Überprüfen und aktualisieren Sie Ihre Personas regelmäßig.

Wenn Sie Ihre Zielgruppe präzise ansprechen, erhöht das die Relevanz Ihrer Inhalte und verringert das Risiko, dass die Newsletter Mails ignoriert werden, die Abmeldequote steigt oder sogar als Spam markiert wird. Eine genaue Zielgruppenanalyse ermöglicht es Ihnen, Ihre Marketingstrategien präzise auszurichten und Ihre Nachrichten effektiver zu gestalten.

5. Newsletter-Inhalte, die begeistern

Mit einem guten Preheader und Betreffzeile erreichen wir eine gute Öffnungsrate unseres Newsletters, das ist schon mal die halbe Miete:

Die Betreffzeile entscheidet oft darüber, ob eine E-Mail geöffnet wird. Daher ist es wichtig, dass sie prägnant, aktiv formuliert und persönlich ist. Der Einsatz von aktiven Verben, Zahlen und Emotionen kann das Interesse steigern. Der Preheader sollte die Betreffzeile ergänzen und die Neugier wecken, während die Nutzung von starken Verben und Personalisierung die Ansprache verbessert. Der Absendername sollte vertrauenswürdig und nachvollziehbar sein, um Wiedererkennungswert zu schaffen und sich von Spam abzuheben. Beispiele wie „Max von Lieblingsmarke“ können die Öffnungsrate besonders bei B2C-E-Mails steigern. Genauere Infos zur Betreffzeile und Co. finden Sie in unserem E-Mail Marketing Leitfaden.

Jetzt brauchen Sie den richtigen E-Mail Inhalt, um möglichst viele Klicks auf Ihren CTA (Call to Action) zu bekommen. Der CTA führt dann beispielsweise zu einer Angebotsseite im Online-Shop.

Orientieren Sie sich stets an den Personas Ihrer Zielgruppe und fragen Sie sich: Welcher Inhalt bringt meiner Zielgruppe einen echten Mehrwert? Beispiele hierfür Newsletter Inhalte sind:

  • Hilfreiche Tipps und Tricks zu gekauften Produkten
  • Exklusive Aktionen
  • Rabattgutscheine

Personalisieren Sie Ihre Nachrichten, indem Sie relevante Themen und Geschichten teilen, mit denen sich die Zielgruppe identifizieren kann. Sie können auch kreative, interaktive oder humorvolle Elemente, um die Aufmerksamkeit zu erhöhen. Ziel ist es, einen Mehrwert zu bieten, der über bloße Werbung hinausgeht. Das kann beispielsweise ein finanzieller Mehrwert sein in Form eines Rabatts, oder auch ein reiner Unterhaltungswert.

6. Design und Aufmachung

Ein professionelles und ansprechendes Design ist für den Erfolg Ihres Newsletters äußerst wichtig. Es muss Ihr Unternehmen und dessen Markenidentität widerspiegeln und gleichzeitig für eine klare und einfache Lesbarkeit sorgen.

Viele Newsletter Marketing Tools bieten eine breite Auswahl an Vorlagen, die zur Inspiration und schnelleren Bearbeitung genutzt werden können. Wenn Sie Vorlagen verwenden, passen Sie das Layout nach Ihren Bedürfnissen an. Verwenden Sie den Stil und Farben der Corporate Identity, die auch beispielsweise in Ihrem Online-Shop wieder erkennbar sind.

Auswahl von Vorlagen für E-Mails

Vermeiden Sie überladene Layouts und setzen Sie auf eine klare Hierarchie in der Informationsvermittlung, beispielsweise begrüßen Sie den Leser zuerst und erklären Sie kurz und bündig, warum diese E-Mail versendet wurde.

Weiterhin ist Responsives Design unverzichtbar, damit Ihr Newsletter auf allen Geräten, von Desktops bis hin zu Mobiltelefonen, optimal dargestellt wird. Die meisten Menschen nutzen heutzutage ihr Smartphone, um ihre E-Mails zu lesen. Daher sollte ein besonderes Augenmerk auf der mobilen Darstellung liegen.

Unsere Best Practices zu Design und Aufmachung von Newslettern:

  • Klare, ansprechende Betreffzeile: Formulieren Sie eine Betreffzeile, die Neugier weckt und klar den Inhalt des Newsletters widerspiegelt.
  • Einfaches, übersichtliches Layout: Verwenden Sie ein klares Layout, das die Leserführung unterstützt und wichtige Inhalte hervorhebt. (Stichwort: Screening)
  • Responsive Design: Stellen Sie sicher, dass Ihr Newsletter auf allen Geräten gut lesbar ist, insbesondere auf Mobilgeräten.
  • Konsistente Markenidentität: Nutzen Sie Farben, Logos und Schriftarten, die Ihrer Marke entsprechen, um Wiedererkennungswert zu schaffen.
  • Hochwertige Bilder/Grafiken: Verwenden Sie ansprechende, relevante Bilder, um den Text zu ergänzen und den Leser visuell zu engagieren.
  • Kurze Absätze und Aufzählungen: Gestalten Sie den Text leicht verdaulich durch kurze Absätze und klare Aufzählungspunkte.
  • Persönliche Ansprache: Personalisieren Sie die Ansprache, um eine Verbindung zum Leser aufzubauen. Nutzen Sie dazu entsprechende Parameter in dem Inhaltseditor Ihrer E-Mail Marketing Software
  • Call-to-Action: Platzieren Sie klare Handlungsaufforderungen (CTAs), um die Leser zu einer bestimmten Aktion zu motivieren.
  • Footer mit Kontaktdaten und Abmeldelink: Fügen Sie einen Footer mit Ihren Kontaktdaten und einem einfachen Abmeldelink hinzu.
  • Generalprobe: Führen Sie Tests durch, um sicherzustellen, dass Ihr Newsletter in verschiedenen E-Mail-Clients gut aussieht und richtig zugestellt wird.

7. Personalisierung und Segmentierung der Empfängerliste

Die Personalisierung und Automatisierung von E-Mail Marketing Kampagnen hat für die meisten Marketer weltweit die höchste Priorität.4 Das hat seinen Grund: Personalisierte E-Mail Kampagnen performen deutlich besser als nicht personalisierte.

Die Kunst liegt darin, jeden Empfänger so anzusprechen, als wäre die Nachricht speziell für ihn geschrieben. Die meisten wissen natürlich, dass Unternehmen die Newsletter Mails nicht speziell für jeden Einzelnen individuell formulieren. Es geht bei der Personalisierung einfach darum, dass die Empfänger interessante Inhalte bekommen sollten und nicht mit irrelevanten E-Mails “genervt” werden sollen. Dazu nutzen wir entsprechende Personalisierungsfunktionen in unserem Inhaltseditor.

Durch die Analyse von Kundendaten können Sie Inhalte auf die Bedürfnisse und Vorlieben einzelner Segmente anpassen, was zu einer höheren Engagement-Rate führen wird. Die Segmentierung kann auf verschiedenen Kriterien basieren, etwa auf Kaufverhalten wie z.B. bestimmter Lieblingsprodukte, der geografischen Lage oder Interaktionshistorie wie z.B. mit vergangenen Rabattaktionen. Der Schlüssel liegt in der Verwendung von erfassten Daten, um relevante und persönliche Erfahrungen zu schaffen, die den Leser direkt ansprechen und zum Handeln motivieren.

Unsere Best Practices für die Segmentierung

  • Klare Segmentierungskriterien festlegen: Definieren Sie klare Kriterien wie Standort, Branche, Geschlecht, Alter oder Interessengebiete für die Segmentierung Ihrer Abonnenten.
  • Anmeldeformular optimieren: Gestalten oder platzieren Sie Anmeldeformulare so, dass sie wichtige segmentierungs-relevante Informationen abfragen, ohne dabei aufdringlich zu wirken.
  • Personalisierte Inhalte erstellen: Entwickeln Sie für jedes Segment spezifische Inhalte, die auf die Bedürfnisse und Interessen der jeweiligen Gruppe zugeschnitten sind.
  • Geographische Segmentierung nutzen: Richten Sie Segmente nach Wohnort oder Postleitzahl ein, um gezielte Informationen zu regionalen Angeboten oder Ereignissen zu verschicken.
  • Verhaltensbasierte Segmentierung: Segmentieren Sie Ihre Liste, basierend auf dem Verhalten Ihrer Abonnenten, wie z.B. Kaufhistorie oder Interaktion mit früheren Newslettern.
  • Feedback integrieren: Nutzen Sie Rückmeldungen und Umfrageergebnisse von Abonnenten, um Ihre Segmente zu verfeinern und relevantere Inhalte zu versenden.
  • Dynamische Inhalte verwenden: Setzen Sie dynamische Inhalte ein, um personalisierte Angebote oder Nachrichten basierend auf dem Segment des Empfängers zu senden.
  • Regelmäßige Überprüfung der Segmente: Überprüfen und aktualisieren Sie Ihre Segmente regelmäßig, um sicherzustellen, dass sie weiterhin relevant sind und Ihre Ziele unterstützen.
  • Testen und Optimieren: Führen Sie A/B-Tests mit verschiedenen Segmenten durch, um herauszufinden, welche Inhalte die beste Leistung erbringen und optimieren Sie Ihre Strategie entsprechend.
  • Transparenz und Datenschutz beachten: Stellen Sie sicher, dass Ihre Segmentierungspraktiken transparent sind und die Datenschutzbestimmungen einhalten.

8. Der ideale Versandzeitpunkt

Was ebenso direkten Einfluss auf die Performance hat, ist der Zeitpunkt, an dem die Newsletter Mail bei den Empfängern eintrifft. Überlegen Sie daher, zu welchen Zeiten und an welchen Orten Ihre Empfänger am ehesten auf Ihre E-Mails aufmerksam werden. So kann die Newsletter Performance stark variieren, je nachdem ob Ihre Empfänger ihn während der Arbeitszeit, zu Hause, unterwegs oder in der Freizeit erhalten.

Laut einer weltweiten Umfrage von Mailmodo ist beispielsweise der beste Tag in der Woche, um E-Mails an den Dienstag zu versenden. Nur ein kleiner Prozentanteil der Befragten gibt Wochenenden als besten Versandzeitpunkt an. Das kann daran liegen, dass mehr Menschen ihre Postfächer zum Beginn der Arbeitswoche überprüfen und am Wochenende eher “ihre Ruhe möchten”.5

Die beste Zeit und der ideale Tag für den Versand hängen von den spezifischen Lebensumständen Ihrer Zielgruppe ab, wie etwa deren berufliche Verpflichtungen, familiäre Situation und generelle Online-Gewohnheiten. Hier lohnt sich also wieder ein Abgleich mit den Zielgruppen Personas. Zusätzlich können Sie die Zeiten herausfinden, zu denen Ihre Website den höchsten Traffic verzeichnet. Das kann sehr wertvolle Hinweise aufdecken, wann Ihre Abonnenten am aktivsten sind. Mit einem A/B-Test zu verschiedenen Versandzeitpunkten können Sie herausfinden, welche Zeiten die besten Öffnungs- und Klickraten erzielen.

Denken Sie auch daran, dass Regelmäßigkeit und Konsistenz ebenfalls sehr wichtig sind: Denn treue Leser und Kunden gewöhnen sich gerne an einen bestimmten Rhythmus und entwickeln entsprechende Erwartungen an Ihren Newsletter.

Im Takt bleiben

Neben dem Versandzeitpunkt ist die Versandfrequenz ebenfalls entscheidend. Logischerweise sollten die Abonnenten weder zugespamt werden, noch sollten sie nur alle 2 Monate etwas von Ihnen hören. Finden Sie die richtige Balance durch kontinuierliches Monitoring Ihrer Kampagne und schauen Sie sich branchenübliche Praktiken an. Letztlich sollten Sie Ihre Zielgruppe am besten kennen und ein sinnvolles Mittelmaß herausfinden können.

Unser Tipp: Einfach nachfragen. Versenden Sie eine Umfrage zu den Versand Präferenzen oder fragen Sie bereits im Newsletter Anmeldeformular nach den individuellen Präferenzen, wie zum Beispiel: Zu welchen Themen möchten Sie einen Newsletter empfangen? (entsprechende Auswahloptionen) Wie oft möchten Sie einen Newsletter erhalten? (entsprechende Auswahloptionen)

Bieten Sie gegebenenfalls einen geeigneten Anreiz, wie z.B. einen Gutscheincode für das Ausfüllen der Umfrage.

9. Erfolgsmessung und Analyse

Der Kreis schließt sich: Vor dem Start des Newsletter Marketings haben wir unsere Ziele anhand von wichtigen Marketing KPIs definiert. Nachdem wir die Newsletter Kampagne gestartet haben und die ersten E-Mails in den Postfächern der Abonnenten eintreffen, wird die E-Mail Marketing Software verschiedene Daten zur Performance sammeln. Diese sollten unbedingt in dem Analyse-Dashboard eingesehen und untersucht werden. Denn ohne eine regelmäßige Analyse Ihrer Newsletter-Kampagnen können Sie nicht wissen, welche KPIs nicht gut performen und an welchem Teil des Newsletters Optimierungsbedarf ist.

Überwachen Sie stets die Performance Ihrer Kampagne und spezifischen E-Mail Inhalte anhand von Kennzahlen wie Öffnungsraten, Klickraten und Conversion Rate. Nutzen Sie daraus gewonnene Erkenntnisse, um Ihre Inhalte, das Design und den Versandzeitpunkt zu optimieren.

Ein tiefes Verständnis für das Verhalten und die Vorlieben Ihrer Abonnenten ermöglicht es Ihnen, gezieltere und effektivere Kampagnen zu entwickeln, die zu einem höheren ROI führen können.

Beispiel von Statistiken zu einer E-Mail Kampagne in Brevo

Ausblick und zukünftige Trends

Newsletter Marketings entwickelt sich ständig weiter. Mit dem Aufkommen neuer Technologien und Plattformen wird die Personalisierung noch feiner und die Messbarkeit der Kampagnenerfolge noch präziser. Trends wie künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen versprechen, die Segmentierung und Inhaltserstellung zu revolutionieren. Aktuelle Prognosen zeigen, dass der KI und Big Data Markt in den nächsten Jahren sehr stark wachsen wird und Entwicklungsfortschritte einen Einfluss auf Technologie im gesamten Welthandel haben wird.6 So zeigen Studien, dass KI nicht nur im E-Commerce eine große Rolle spielt, sondern auch im klassischen Einzelhandel, wo Einzelhändler die KI Technologien nutzen, deutlich bessere Gewinne Zuwächse verzeichnen als ihre Wettbewerber.7

Man sollte das Thema auch kritisch betrachten, um auch für negative Entwicklungen gewappnet zu sein. Laut einer Bitkom-Erhebung aus dem Jahr 2023 äußern 69 Prozent der befragten Unternehmen ihre Bedenken bezüglich IT-Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit KI und 70 Prozent befürchten potenzielle Verstöße gegen Datenschutzrichtlinien.8

Fazit zu Newsletter Marketing

Das Newsletter Marketing hat sich über Jahrzehnte als eine Top Notch-Methode etabliert und weiterentwickelt, um Kundenbindung und -interaktion zu fördern. In einer Welt, die zunehmend digitaler wird, sind Personalisierung und Automation der Schlüssel zum Erfolg. Die Zukunft liegt in der Weiterentwicklung von Technologien und Strategien, die eine noch gezieltere Ansprache ermöglichen. Unternehmen, die Trends wie künstliche Intelligenz, Automatisierung und Datenanalyse nutzen, werden in der Lage sein, ihr Newsletter Marketing effektiver zu gestalten und so ihre Marketingziele schneller zu erreichen. Unternehmen sollten am Puls der Zeit bleiben und diese neuen Entwicklungen, sodass diese auch in Zukunft wettbewerbsfähig und erfolgreich sein können.

Quellenverzeichnis

1 Mailmodo: State of Email 2024 Report (2023), mailmodo.com (letzter Zugriff: 21.03.2024)

2 Litmus: Email Marketing ROI: What leads to better returns?, site 1 (2020), litmus.com (letzter Zugriff: 21.03.2024)

3 Litmus: The State of Marketing Report 2024, Seite 25 (2020), offers.hubspot.de (letzter Zugriff: 21.03.2024)

4 Litmus: 2023 State of Email Workflows Report (2023), marketingcharts.com (letzter Zugriff: 21.03.2024)

5 Mailmodo: State of Email 2024 Report (2023), mailmodo.com (letzter Zugriff: 21.03.2024)

6 Goldman Sachs: AI investment forecast to approach $200 billion globally by 2025 (2023), goldmansachs.com (letzter Zugriff: 21.03.2024)

7 IHL Group: The AI Impact on Retail Sales Growth (2023), ihlservices.com (letzter Zugriff: 21.03.2024)

8 Bitkom Research: Künstliche Intelligenz – Wo steht die deutsche Wirtschaft?, Seite 14 (2023), bitkom.org (letzter Zugriff: 21.03.2024)

Infografik “Buyer Persona” Acquisa, Infografik: Was ist eine Buyer Persona? (2024), acquisa.de (letzter Zugriff: 21.03.2024)

Autor_Harald Neuner

Artikelautor

Online Marketing + Content

Harald Neuner

Artikelautor

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Harald Neuner ist Co-Founder von “uptain”, der führenden Software-Lösung für die Rückgewinnung von Warenkorbabbrechern im DACH-Raum. Ein besonderes Anliegen ist es ihm, kleinen und mittleren Online-Shops Technologien zur Verfügung zu stellen, über die bisher vorwiegend die Großen im E-Commerce verfügten. Mit “uptain” ist ihm genau das möglich geworden.

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